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Videospiele gegen Depression: Gaming kann gesund sein!

Als Zeitvertreib sind sie uns bekannt – aber als Ergänzung zur Therapie? Eine Studie zeigt, dass Videospiele gesund sein könnten.

Psychische Belastungen sind leider auf dem Vormarsch – nicht zuletzt wegen der immer noch anhaltenden Pandemie. Die WHO erwartet, dass psychische Erkrankungen bis 2030 zu den fünf größten gesundheitlichen Leiden gehören werden.

Eine neue Studie aus Irland zeigt nun, dass sich Videospiele als kosteneffiziente Therapiealternative bei psychischen Erkrankungen anbieten könnten. Außerdem können sie eine ortsunabhängige, stigmafreie Unterstützung in schwierigen Zeiten bieten, wird weiter ausgeführt.

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Videospiele als mögliche Ergänzung zur Therapie

Therapie ist nicht immer für jeden oder jede verfügbar – und wenn doch, ist sie meistens teuer. Viele Menschen können sich kostspielige Sitzungen nicht leisten. Ein Spiel wie "Animal Crossing" kostet dich einmalig nur rund 50 Euro – und beschäftigt dich für viele Stunden. Und während ein Videospiel eine Therapie nicht ersetzen kann, kann es dennoch hilfreich sein.

"Es gibt momentan einen erhöhten Bedarf an zugänglichen und kosteneffizienten Methoden, um mit psychischen Erkrankungen umzugehen. Dieser Bedarf ist durch die COVID-19 Pandemie nur noch verstärkt worden. Besonders Depressionen und Angststörungen treten seit der Pandemie häufiger auf", so der leitende Forscher Dr. Campbell.

Auch die Möglichkeiten von Virtual Reality können von Vorteil sein, heißt es. VR-Technologie eigne sich demnach besonders gut, um Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie einzubauen. "Durch die immersive Erfahrung und die Möglichkeit, das Umfeld zu kontrollieren, könnte sich VR-Technologie vor allem für alternative Konfrontationstherapien eignen", so Magdalena Kowal, die leitende Autorin der Studie.

Dadurch, dass Videospiele überall gespielt werden können, wo es Strom gibt, könnten sie eine leicht zugängliche Hilfestellung bieten. Wenn man bedenkt, dass außerdem viele Spiele kostenlos erhältlich sind, eröffnen sich viele Möglichkeiten, Hilfe an die Menschen zu bringen. Weltweit gibt es laut der Studie 2,7 Milliarden GamerInnen – fast jede dritte Person zockt. Aus diesem Grund sagt Dr. Campbell: "Global gesehen sollte man sich die Möglichkeiten, wie Videospiele unsere mentale Gesundheit verbessern, genauer ansehen."