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Wie man auf OnlyFans Geld verdienen kann

Ist es wirklich so einfach, mit Nacktbildern oder freizügigen Inhalten Geld auf OnlyFans zu verdienen?

Cardi B, Bella Thorne, Aaron Carter und Jordyn Woods tun es: Die Stars posten fleißig Content auf OnlyFans. Bella Thorne soll "Paper" zufolge sogar schon am ersten Tag eine Million US-Dollar verdient haben. Doch wie sieht es bei unbekannteren UserInnen aus?

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OnlyFans wurde bereits 2016 von Timothee Stokely gegründet. Ursprünglich sollte es eine Plattform sein, auf der InfluencerInnen fair und direkt Geld von ihren FollowerInnen verlangen können. "Ich habe gesehen, wie viel Unternehmen daran verdienen", erklärt er gegenüber "Refinery29". "Und ich dachte 'Was wäre, wenn es einen einfacheren Weg gäbe, dass die UserInnen Geld verdienen'", so Stokely. So erhielten die InfluencerInnen mehr Macht bezüglich ihrer Inhalte. 

Der größte Unterschied zu anderen Social-Media-Plattformen ist außerdem, dass auch sexuelle Inhalte erlaubt sind. So viel Freiheit wie auf OnlyFans haben UserInnen sonst nirgends, weshalb auch SexarbeiterInnen schnell Gefallen an der Website gefunden haben. Man kann neben einem monatlichen Abonnement zusätzlich Geld für einzelne Videos oder Bilder verlangen. OnlyFans hat mit der neuen Art des Verdienstes die Pornoindustrie revolutioniert und zu einem sicheren Ort für die SexarbeiterInnen gemacht. 

"Von Anfang an war OnlyFans ein Ort für alle PerformerInnen und darauf bin ich ziemlich stolz", erzählt Stokely weiter. "Anfänglich wuchs die Erotikindustrie ziemlich schnell, einfach weil diese Sparte dazu tendiert, fortschrittlicher bei der Technik zu sein." Aufgrund dessen wolle er auch künftig keine Zensuren auf OnlyFans vornehmen. 

Damit OnlyFans ein sicherer Ort bleiben kann und die UserInnen die Macht über ihre Inhalte behalten, kümmert sich OnlyFans auch direkt, wenn Content unerlaubt weiterverbreitet wird – beispielsweise auf Pornhub. Dafür erhält OnlyFans generell von jede/r PerfomerIn 20% des Gewinns.

Doch nicht jede/r PerfomerIn wird auf OnlyFans erfolgreich. Wie "Refinery29" berichtet, gab es im vergangenen Jahr etwa 100 UserInnen, die jeweils mindestens eine Million US-Dollar im Monat verdienen. Bei insgesamt 75 Millionen PerformerInnen ist die Anzahl der Berühmtheiten also überschaubar.

Dann gibt es noch jede Menge andere UserInnen, die mit ihren Inhalten ein paar hundert Euro monatlich dazuverdienen. "The Polecologist"-Tänzerin Kristen Nichole legt beispielsweise wert auf treue AbonnentInnen, die nur mit persönlicher Einladung ihren Content sehen können. Dadurch kann sie für einzelne Videos mehr verlangen und kontrollieren, wer die Inhalte sieht.  

Auch Cosplayerin "305 Buja" verdient nebenbei ein paar hundert Euro im Monat. "Ich glaube, wenn du nicht viel Geld verdienst, mit dem, was du machst, fragen sich die Leute, warum du es überhaupt machst", verrät sie gegenüber "Refinery29". "Nein, ich verdiene keine 15.000 Euro im Monat, aber ich arbeite daran", erzählt sie weiter. Doch es gehe ihr nicht um das Geld an sich: "Ich habe überdacht, was ich von einem Job erwarte. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich nach mehr gestrebt habe, wie häufig ich übersehen, unterbezahlt und unterbewertet wurde. Ich liebe das, was ich jetzt mache."

Eine weitere Möglichkeit die Plattform zu nutzen hat Makayla Samountry für sich entdeckt. Mit ihren Inhalten auf OnlyFans verdient sie eigenen Aussagen zufolge umgerechnet um die 62.000 Euro im Jahr. Weitere tausende Euro verdient sie angeblich, indem sie Tricks und Tipps für einen gelungenen Start auf OnlyFans auf Youtube teilt. Mit gegenseitiger Werbung steigert sie dadurch gekonnt ihre Reichweite auf allen Kanälen.