APA - Austria Presse Agentur

Beim Training beide Körperhälften gleichmäßig belasten

Regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen, ist auch für ältere Menschen generell kein Problem. Wie das Training aussieht, hängt dabei allerdings vom Fitnessstand ab. Am besten lässt man sich vorher vom Arzt durchchecken.

Ist das Herz belastbar? Gibt es Bewegungseinschränkungen? Diesen Fragen wird bei einem Fitnesstest nachgegangen. Dabei wird meist Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer ermittelt, um dann die Übungen individuell anpassen zu können. Die Bewegung sollte dabei nicht nur regelmäßig, sondern noch dazu abwechslungsreich sein. So können nämlich Verkürzungen einzelner Muskeln oder Haltungsschäden verhindert werden.

"Wer vielseitig trainiert, braucht sich keine Sorgen machen. Es sollte eine gute Mischung aus Kraft-, Gleichgewichts- und Koordinationstraining sein, aber auch Ausdauereinheiten wirken präventiv und sorgen für eine ausgewogene Muskulatur", weiß der Sportwissenschafter Ingo Froböse. Viele Übungen sind ganz einfach auch zu Hause durchführbar, denn das beste Trainingsgerät haben wir immer bei uns und können es jederzeit nutzen: Das eigene Körpergewicht.

Eine gleichmäßige Kraftverteilung ist nicht nur im Leistungssport wichtig, um Verletzungen vorzubeugen, sondern vor allem im Hobby- und Freizeitsport. "Sind die Kräfte der Muskulatur jedoch verteilt, ohne das Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, kann das langfristig zu Schäden führen", sagt Froböse. Fehlstellungen des Rückens, des Beckens oder der Füße können eine Folge sein.

Besonders Sportarten bei denen die Belastungen einseitig sind, steigern die Wahrscheinlichkeit für Dysbalancen. Sportler aus den Spielsportarten, wie Fußball oder Handball, sind ebenso oft von Verkürzungen in der Muskulatur betroffen, wie beispielsweise Radsportler. "Auch bei Hobby-Kickern ist in vielen Fällen beispielsweise die Muskulatur des hinteren Oberschenkels verkürzt. Hier ist ein Ausgleichstraining unbedingt zu empfehlen", sagt der Fitnessexperte.

Doch nicht nur im Sport entstehen muskuläre Ungleichgewichte. Auch im Alltag ist man oft einseitigen Belastungen ausgesetzt, wie etwa beim Tragen einer Tasche. Wer häufig eine Umhängetasche dabei hat, sollte regelmäßig die Seiten wechseln - besser ist natürlich ein Rucksack, da dieser beide Seiten gleichmäßig beansprucht. Auch im Beruf kann man versuchen beidseitig zu agieren. Wer den Telefonhörer nicht immer auf derselben Seiten hält oder den Schraubenzieher mit der anderen Hand benutzt, wirkt einer ungleichen Kraftverteilung entgegen und fördert darüber hinaus die Koordination. Entscheidend ist das Bewusstsein, dass beide Körperhälften gleichmäßig belastet werden sollten.

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