EPA / Jorge Zapata

Coronakrise: Achtung vor gefährlichen Falschmeldungen

Viele Menschen sind durch die Coronakrise verunsichert.

Die Situation bietet einen Nährboden für Falschnachrichten, mit denen unbelegte Informationen zum Virus und der Krankheit verbreitet werden. Solche Fake News können gefährlich werden. Einige Tipps zum Erkennen von Fake News und dem Umgang damit:

Was sind Fake News?

Durch die bewusste und unbewusste Verbreitung sogenannter Fake News verbreiten sich Falschmeldungen jeglicher Form. Häufig kursieren sie in sozialen Medien oder Messengerdiensten. Beispielsweise verbreitete sich am Wochenende eine Sprachnachricht über Whatsapp, in der angebliche Erkenntnisse der Universität Wien erläutert wurden und vom Einnehmen bestimmter Schmerzmittel abgeraten wurde. Die Medizinische Uni dementierte die Angaben aus der Nachricht daraufhin scharf und bezeichnete sie als Fake News - aber zu dem Zeitpunkt war die Sprachnachricht bereits unzählige Male geteilt worden.

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Wie lassen sich Falschnachrichten erkennen?

Der Verein Deutschland sicher im Netz appelliert an die Vernunft: "Menschenverstand anschalten", warnt Vereinsgeschäftsführer Michael Littger. Wenn eine Aussage seltsam wirkt oder auch extrem lustig ist, seien Zweifel an der Seriosität angebracht.

Bei Fake News seien die Informationen häufig vage und unvollständig, erläutert der Verein weiter. Beispielsweise fehlen demnach oft wichtige Details wie die Quelle, Namen und Orte, und es wird auf Formulierungen wie "ein Arzt" ausgewichen. Auch lohnt sich den Empfehlungen des Vereins zufolge die Frage, wer von einer Meldung profitieren könnte - bei einer einseitigen Meldung kann es sich auch um Lobbyarbeit handeln.

Was ist ein guter Umgang mit Falschnachrichten?

Bei Verdacht auf Fake News sollten Meldungen auf keinen Fall weitergeleitet oder anderweitig verbreitet werden. Falsche Gesundheitsinformationen können extrem gefährlich sein.

Außerdem gibt es bei Diensten wie Facebook, Instagram oder Twitter die Möglichkeit, Inhalte zu melden. Diese werden dann gegebenenfalls gelöscht. Darüber hinaus rät der Verein dazu, Menschen oder Institutionen darauf aufmerksam zu machen, wenn sie Teil einer Falschmeldung sind - wie im Fall der Wiener Uni.

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Woher können seriöse Informationen bezogen werden?

Gerade bei vermeintlich exklusiven Meldungen aus sozialen Netzwerken oder Nischenportalen sei grundsätzlich Vorsicht geboten, warnt der Verein. "Echte Meldungen werden hingegen meist von seriösen Nachrichtenportalen aufgegriffen", erläutert Littger. Es ist also immer sicherer, bekannte und seriöse Medien aufzusuchen und zu überprüfen, ob diese ebenfalls berichten.

Aber auch mehrere Behörden veröffentlichen aktuell regelmäßig online den jüngsten Kenntnisstand zur Coronakrise. Seriöse Quellen sind beispielsweise örtliche Gesundheitsämter, das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

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