APA - Austria Presse Agentur

Facebooks Dating-Funktion startet in Europa

Facebook bringt seine Dating-Funktion nach monatelanger Verzögerung nun auch in Europa an den Start. Man habe sich Zeit gelassen, um alles definitiv richtig zu machen, sagte Produktmanagerin Kate Orseth zu der angekündigten Markteinführung in 32 europäischen Ländern.

Im Februar hatte Facebook den Start der Flirt-Plattform wegen Datenschutz-Bedenken kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben.

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Bei Facebook Dating können volljährige NutzerInnen ein separates Profil anlegen. Facebook schlägt dann potenzielle PartnerInnen vor - auf Grundlage der Angaben der NutzerInnen, aber auch des Wissens der Plattform über ihre Interessen und Aktivitäten.

Kein Date mit FreundInnen - mit einer Ausnahme

Facebook-FreundInnen sind davon ausgenommen - außer man kennzeichnet jemanden von ihnen im Dating-Profil als "heimlichen Schwarm". Auf diese Liste kann man bis zu neun Personen setzen. Davon erfahren die NutzerInnen dann nur, wenn es eine gegenseitige Übereinstimmung gibt. Um die Flirt-Funktion sicher zu gestalten, können bei Unterhaltungen zwischen den NutzerInnen keine Fotos oder Videos verschickt werden.

Man könne andere NutzerInnen außerdem blockieren oder melden, heißt es. Facebook gibt NutzerInnen zugleich die Möglichkeit, Inhalte aus der konzerneigenen Fotoplattform Instagram einzubinden. Passend zur Corona-Krise bietet Facebook Treffen per Videokonferenz an.

Betrugsversuche sollen geahndet werden

Daten zur Aktivität im Dating-Bereich könne Facebook auch dazu verwenden, die Werbeanzeigen anderswo auf der Plattform des Online-Netzwerks zu personalisieren, sagte Orseth.

Die NutzerInnen werden ausdrücklich aufgefordert, sich mit ihren realen Identitäten anzumelden und Facebook versichert, dass Betrugsversuche konsequent unterbunden werden sollen. Jeder Beschwerde werde nachgegangen. Zudem prüfe das Online-Netzwerk zum Beispiel proaktiv Profilbilder, um sicherzustellen, dass es dort keine Nacktfotos gebe.