APA - Austria Presse Agentur

Kneippen ist auch im eigenen Badezimmer möglich

Wassertreten, eiskalte Schenkelduschen und Fußbäder mit Kräutern: Kneipp-Kuren fördern die Gesundheit. Da das Badezimmer immer mehr zum Wellnessraum wird, verwundert es nicht, dass Einrichter nun auch Fußbecken und Kneippschläuche einbauen.

Früher fuhr man dazu auf Kur, heute ist das im eigenen Bad möglich. Ein Teil der ganzheitlichen Erholung nach Kneipp umfasst die Hydrotherapie. Das ist im Grunde nichts anderes, als den Körper mit Wasser zu reizen. Das Wasser regt an und mobilisiert. Möglich wird dies etwa durch Wechselbäder für die Füße und Arme oder dadurch, dass man Oberschenkel oder Gesicht kalt abduscht.

Die Kneipp-Kuren entwickelte der bayerische Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897). Zu der ganzheitlichen Therapie gehören auch Kräutertees, Schonkost und Bewegung. Bekannt ist Kneipp aber vor allem für seine Wasserkuren.

Kneippen ist eigentlich in jedem Badezimmer möglich, sogar in einem kleinen. Doch das vorhandene Inventar lässt sich dafür meist nicht nutzen. Denn ein Wasserstrahl aus dem Duschkopf entfaltet nicht die gewünschte Wirkung. Das Badezimmer sollte auf jeden Fall einen Kneippschlauch haben, und dieser sollte an kaltes wie auch warmes Wasser angeschlossen sein. Der Schlauchdurchmesser sollte zwei Zentimeter betragen.

Bei einer Schenkeldusche in der eigenen Wanne empfiehlt es sich, nicht mit den Füßen im Wasser zu stehen, das sich während der Anwendung aufstaut. Experten raten daher zu einem erhöhten Ablaufgitter aus Holz.

Wer ein Bad neu baut oder das alte saniert, kann den Raum gleich auf das Kneippen auslegen: Ein zusätzliches Fußbecken lässt sich am Ende oder an der Seite der Wanne installieren. So sind Wechselbäder zwischen kaltem Wasser in dem einen Becken und warmem Wasser in dem anderen möglich.

Die Wanne wird etwas weiter von der Wandseite weggerückt als üblich, es entsteht ein größerer Absatz, auf den man sich gut für das Fußbad hinsetzen kann. Ist die Dusche groß genug, passen Bänke hinein, um sich während einer Schenkeldusche hinzusetzen. Bei einer kleineren Dusche bietet sich ein Hocker an. Auf jeden Fall sollte man ein Waschbecken einplanen, das tief und breit genug ist, um beide Arme darin zu baden.

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