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Diese fünf Symptome deuten auf "Long Covid" hin

Eine neue Studie zeigt, dass nach einer Corona-Infektion Langzeitfolgen auftreten können. Diese fünf Symptome deuten darauf hin.

ForscherInnen der Universität Birmingham haben herausgefunden, dass Corona-PatientInnen, die in den ersten Wochen der Infektion fünf oder mehr bestimmte Symptome zeigen, ein erhöhtes Risiko für "Long Covid" aufweisen. 

  • Wie "NetDoktor" berichtet, können nach einer abgeklungenen Corona-Erkrankung eine Reihe von Langzeitfolgen wie chronische Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Nervenstörungen auftreten.
  • Dieses Phänomen wird als Post-Covid-Syndrom oder "Long Covid" bezeichnet.

Die Studienergebnisse wurden im "Journal of the Royal Society of Medicine" veröffentlicht.

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Diese fünf Symptome deuten auf "Long Covid" hin

Laut den WissenschafterInnen sind 

  • Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • Atemnot,
  • Fieber und
  • Magenschmerzen

während der ersten Wochen der Infektion häufige Anzeichen für "Long Covid".

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass auch Symptome wie Muskelschmerzen, Husten, Gelenkschmerzen, Brustschmerzen, Durchfall und ein veränderter Geruchs- oder Geschmackssinn Anzeichen für das Post-Covid-Syndrom sein können. 

Tatsächlich zeigt eine weitere Studie des University College London, dass "Long Covid"-PatientInnen von über mehr als 200 Symptomen berichteten. Betroffene werden mit dem Post-Covid-Syndrom diagnostiziert, wenn sie zwölf Wochen nach der Infektion immer noch Symptome aufweisen.

Menschen, die während der Erkrankung fünf oder mehr dieser Symptome entwickeln, sind am anfälligsten für das Post-Covid-Syndrom – unabhängig von Alter oder Geschlecht. Diese neueste Erkenntnis der ForscherInnen der Universität Birmingham könnte helfen, diejenigen zu identifizieren, die am meisten gefährdet sind, an "Long Covid" zu erkranken. 

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"Es gibt Hinweise darauf, dass die Auswirkungen einer akuten Corona-Erkrankung auf die PatientInnen, unabhängig vom Schweregrad, über einen Krankenhausaufenthalt in den schwersten Fällen hinausgehen und zu einer anhaltenden Beeinträchtigung der Lebensqualität, der psychischen Gesundheit und des Arbeitsplatzes führen", erklärte Studienautor Dr. Olalekan Lee Aiyegbusi in einer Pressemitteilung

"Menschen, die mit 'Long Covid' leben, fühlen sich in der Regel von GesundheitsdienstleisterInnen im Stich gelassen sowie abgewiesen und erhalten nur begrenzte oder widersprüchliche Ratschläge. Mehr als ein Drittel der befragten PatientInnen berichteten, dass sie sich nach acht Wochen immer noch krank oder in einem schlechteren klinischen Zustand fühlten als zu Beginn der Corona-Behandlung."

"Long Covid" kann bis zu sechs Monate dauern

"Long Covid" hält weit über die erste Corona-Infektion hinaus an und dauert bei den Betroffenen oft bis zu sechs Monate. "Weder die biologischen oder immunologischen Mechanismen von 'Long Covid' noch die Erklärung dafür, warum bestimmte Menschen anfälliger auf diese Auswirkungen sind, sind klar", sagte Co-Forscher Shamil Haroon. 

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Ein Vergleich mit anderen Coronaviren zeigt auch längerfristig einen ähnlichen Krankheitsverlauf. Die Analyse ergab, dass sechs Monate nach der Entlassung aus dem Krankenhaus etwa ein Viertel der mit SARS- und MERS-Viren infizierten PatientInnen eine verminderte Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit aufwiesen.

"Das breite Spektrum möglicher Symptome und Komplikationen, die bei 'Long Covid'-PatientInnen auftreten können, unterstreicht die Notwendigkeit eines tieferen Verständnisses des klinischen Verlaufs der Erkrankung", erklärte Forscherin Melanie Calvert. "Es besteht ein dringender Bedarf an besseren, stärker integrierten Versorgungsmodellen zur Unterstützung und zum Management von 'Long Covid'-PatientInnen."