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Neue Studie: Wer Dialekt redet, verdient weniger

Menschen, die nicht Hochdeutsch sprechen, sollen im Schnitt bis zu 20 Prozent weniger verdienen.

Dialekt macht sexy – das ergab zumindest eine Umfrage der Singlebörse parship.at, wonach regionale Sprachfärbungen ein charmantes und selbstsicheres Auftreten garantieren sollen. In Österreich erfreut sich vor allem der Kärntner Dialekt hoher Beliebtheit.

Dass Dialekt aber nicht immer ein Vorteil sein muss, will nun eine wissenschaftliche Studie vom National Bureau of Economic Research herausgefunden haben. Demnach sollen Menschen, die einen starke Dialekt haben, bis zu 20 Prozent weniger Geld verdienen als jene, die Hochdeutsch sprechen.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von Privathaushalten in Deutschland, bei der die Befragten in drei Gruppen eingeteilt wurden: keine, leichte und mittlere bis starke sprachliche Färbung. 

Das Einkommen der Befragten mit mittlerer bis starker sprachlicher Färbung fiel dabei wesentlich niedriger aus. Nachdem mögliche andere Einflussfaktoren wie etwa niedrigere kognitive Fähigkeiten oder geringere Bildung berücksichtigt wurden und bereinigt wurden, blieb immer noch – sofern alle anderen Voraussetzungen gleich sind – ein Einkommens-Unterschied von 20 Prozent.

Untermauert wird das Ergebnis von Studien aus anderen Ländern, die in der Vergangenheit zu ähnlichen Ergebnissen kamen: In den Niederlanden etwa verdienen DialektsprecherInnen rund sechs Prozent weniger.

Die Ergebnisse der Studie für allgemein gültig zu erklären ist in Anbetracht der Anzahl der Befragten dennoch schwierig: Von den 950 Befragten ließen sich nämlich nur 114 TeilnehmerInnen als DialektsprecherInnen einordnen.

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