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Studie: Könnten Ratten in Zukunft Corona erschnüffeln?

ForscherInnen der University of Glasgow versuchen in einer neuen Studie, Ratten beizubringen, das Coronavirus zu riechen.

Schottische ForscherInnen der University of Glasgow berichten, dass Ratten dabei helfen könnten, das Coronavirus zu erschnüffeln. Die WissenschafterInnen behaupten, es sei "durchaus möglich", dass Schnüffelratten für den Kampf gegen COVID-19 trainiert werden könnten. 

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Ratten Im Kampf gegen Brucellose

Der Vorschlag stammt von WissenschaftlerInnen, die Riesenratten darauf trainieren, die Krankheit Brucellose zu erschnüffeln, die vor allem Ziegen- und Kuhherden in den ärmsten Ländern der Welt infiziert.

  • Brucellose ist eine hochansteckende Zoonose, die beim Menschen grippeähnliche Symptome verursacht.
  • Die PatientInnen können Probleme in den Knochen, Gelenken und im Herzen entwickeln und in einigen Fällen verläuft die Krankheit tödlich.
  • Die Behandlung von Brucellose ist teuer. ForscherInnen aus Schottland und Tansania arbeiten nun an einem Forschungsprojekt, bei dem Schnüffelratten eingesetzt werden, um das Problem zu bekämpfen.
  • Afrikanische Riesenbeutelratten, die bis zu einem Meter lang werden können,  wurden bereits erfolgreich darauf trainiert, Landminen und Tuberkulose aufzuspüren.
  • In Tansania, Mosambik und Äthiopien haben die Tiere dazu beigetragen, die Erkennungsrate von Tuberkulose in Partnerkliniken um rund 40 Prozent zu erhöhen.

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Hunde können Corona-Infektion riechen 

Die WissenschaftlerInnen prüfen nun, ob diese Studie einen größeren Nutzen haben könnte, um zu verstehen, wie Krankheiten wie das Coronavirus von Tieren auf Menschen übergehen können. Wenn es um Tiere und Corona geht, behaupten einige TrainerInnen, dass Hunde das Virus mit fast perfekter Genauigkeit erkennen können.

In Frankreich werden Hunde darauf trainiert, Corona-Anzeichen im Schweiß von Menschen zu erkennen – insbesondere in deren Achselhöhlen. Diese Methoden bieten Flughäfen schnellere Alternativen als Schnelltest-Kits, die zudem recht teuer sein können.

"Es wird geschätzt, dass sechs von zehn bekannten Infektionskrankheiten des Menschen von Tieren stammen", erklärte Studienautor Dan Haydon. "Drei Viertel der neuen oder neu auftretenden Infektionskrankheiten beim Menschen stammen von Tieren."