Die Polizeiautos der NYPD sollen künftig smart werden.

Reuters

Was bedeutet eigentlich #BlueLivesMatter?

Als Reaktion auf die #BlackLivesMatter-Bewegung wurden so einige Gegenbewegungen gegründet. Eine davon unterstützt die Polizei.

Um zu verstehen, was hinter #BlueLivesMatter steckt, muss man erstmal verstehen, worum es bei der #BlackLivesMatter-Bewegung geht. Denn genauso wie #AllLivesMatter ist sie eine direkte Gegenbewegung.

 

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#BlackLivesMatter

Während #BlackLivesMatter online schon lange präsent war und immer noch ist, verhielt sich die Gegenbewegung, die sich für PolizistInnen einsetzen soll, eher ruhig – bis es dieses Jahr unter anderem zum Tod von George Floyd kam. Ein weiterer Fall, der die #BLM-Bewegung dieses Jahr noch mehr ins Rollen brachte: Am 23. Februar wurde Ahmaud Arbery von drei Weißen Männern verfolgt und anschließend getötet. Arbery war unbewaffnet und soll nur zum Joggen unterwegs gewesen sein.

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Breonna Taylor

Am 13. März 2020 wurde Breonna Taylor in ihrer Wohnung von der Polizei erschossen. Die PolizistInnen stürmten die Wohnung wegen Verdachts auf Drogenbesitz. Jedoch soll die Polizei hier entgegen gängigen Standards vorgegangen sein.

Eine Stunde vor dem Sturm auf die Wohnung wurde ein Krankenwagen, der bereitstehen sollte, um erste Hilfe zu leisten, von der Polizei weggeschickt. Beim Stürmen der Wohnung eröffnete Taylors Freund Kenneth Walker das Feuer auf die Polizei und traf einen Polizisten am Oberschenkel. Breonna Taylor soll keine medizinische Hilfe erhalten haben, anders als der Polizist, der getroffen wurde. In der Wohnung wurden keine Drogen gefunden.

George Floyd

Am 20. Mai wurde der 46-jährige George Floyd bei einer gewaltsamen Festnahme durch Polizeigewalt getötet. Das Video des Vorfalls verbreitete sich weltweit – durch diesen Vorfall kam es in den USA und weltweit zu Protesten und Ausschreitungen.

 

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Das steckt hinter #BlueLivesMatter

Die Bewegung wurde ursprünglich 2014 von PolizistInnen des NYPD gegründet, nachdem zwei ihrer KollegInnen im New Yorker Stadtteil Brooklyn erschossen wurden. Bestehend aus ehemaligen und aktiven BeamtInnen, teilen sie alle eine gemeinsame Auffassung. Nämlich, dass es einen "Krieg gegen die Polizei" gebe.

Nach dem Tod von George Floyd eskalierten die Proteste in den Vereinigten Staaten so sehr, dass es in mehreren Städten zu Ausgangssperren kam. Sogar das Militär wurde zur Sicherung von Städten eingesetzt

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestierenden gab es auf beiden Seiten Verletzte und auch Tote – jedoch deutlich mehr auf Seiten der Protestierenden. Als Reaktion auf die verletzten PolizistInnen wurde die #BlueLivesMatter-Bewegung wieder groß und bekannt.

Was besonders sauer aufstößt, ist, dass die Bewegung der Meinung ist, es herrsche ein gewisser "Rassismus" gegen PolizistInnen – und dieser sei viel schlimmer sei Rassismus gegen People of Color. 

In einem Video sprechen sie über ihre Uniform und ihr Dasein als PolizistInnen, als würde es sich dabei um ihre Herkunft oder Religion handeln. Die Farbe Blau bezieht sich dabei immer auf die amerikanischen Polizei-Uniformen. Während sie sich jedoch in einer Machposition befinden und außerdem ihre Uniform ablegen können, ist dies keine Möglichkeit für die Menschen, die täglichem Rassismus ausgesetzt sind.