Eine Doku verrät aus Versehen die Adresse von Sebastian Kurz

Die ARD-Dokumentation über Bundeskanzler Sebastian Kurz hat für eine Sicherheitspanne gesorgt.

Kurz wurde für eine ARD-Dokumentation beim Verlassen seines Wohnhauses gefilmt, dadurch ist es möglich, die Wohnadresse des ÖVP-Chefs ausfindig zu machen - mittels "Geolocation" (der Verwendung von Satellitenbildern und Straßenaufnahmen).

Im Bundeskanzleramt reagierte man gelassen auf den Bericht. "Selbstverständlich werden relevante Themen an die zuständige Sicherheitsbehörde weitergeleitet, die entsprechend der gesetzlichen Grundlagen tätig wird", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA. "Personenschutz und Objektschutz erfolgt dabei auf der Grundlage des Sicherheitspolizeigesetzes im Sinne einer von den Sicherheitsbehörden zu treffenden Gefährdungseinschätzung; auch sind die Sicherheitsbehörden für den Schutz der persönlichen Daten verantwortlich. In der Dokumentation war im Übrigen zu keinem Zeitpunkt ein Türschild oder Straßenname ersichtlich."

Die ARD-Dokumentation "Auf schmalem Grat: Sebastian Kurz" wurde am Montagabend ausgestrahlt. Die nach wie vor auf dem YouTube-Kanal des Senders abrufbare Doku verfolgten in Deutschland 1,28 Millionen Zuseher bei 7,3 Prozent Marktanteil (bei einem Tages-Durchschnittsmarktanteil der ARD von 10,2 Prozent).

Besonders hoch waren die Quoten in Österreich, berichteten mehrere Medien: Laut Krone sahen hierzulande 111.000 Zuschauer "Auf schmalem Grat", der Schnitt an diesem Sendeplatz lag demnach zuletzt bei 38.000. Der Marktanteil betrug sieben Prozent - laut ÖVP der "mit großen Abstand beste Werte auf diesem Sendeplatz der ARD seit Beginn der Teletest-Aufzeichnungen 1994", wie es in einem Bericht der Online-Krone hieß.

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