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09.11.2018

Ärzte wollen siamesische Zwillinge aus Bhutan trennen

Mit einer spektakulären Operation wollen Ärzte in Australien siamesische Zwillinge aus dem Himalaya-Staat Bhutan retten. Die beiden 15 Monate alte Mädchen namens Nima und Dawa sind am Oberkörper miteinander verwachsen. Ihre Köpfe sind getrennt. Die Voruntersuchungen hatten ergeben, dass sie offenbar eine gemeinsame Leber haben. Auch die Därme sind zu großen Teilen miteinander verbunden.

Ob die Organe normal funktionieren, wussten die Ärzte vor Beginn der Operation nicht genau. Der Eingriff begann am Freitag in einer Kinderklinik der australischen Großstadt Melbourne. Er soll mindestens sechs Stunden dauern. Im selben Krankenhaus, dem Royal Children"s Hospital, waren vor neun Jahren siamesische Zwillinge aus Bangladesch erfolgreich getrennt worden. Die Operation dauerte damals insgesamt 38 Stunden.

Eigentlich war die Operation schon im vergangenen Monat geplant. Sie war jedoch verschoben worden, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen. Die Kinder werden von ihrer Mutter, Bhumchu Zangmo, begleitet. Vor der Operation gingen zahlreiche aufmunternde Briefe im Krankenhaus ein. Die Mutter sagte: "Ich bin glücklich, dass so viele Leute für die Operation meiner Zwillinge beten."

Als siamesische Zwillinge bezeichnet die Medizin eine Fehlentwicklung, die sich schon in sehr frühen Entwicklungsstadien im Mutterleib entwickelt. Einige Babys wachsen nur oberflächlich zusammen, andere teilen Organe oder Gliedmaßen. Benannt ist das Phänomen nach Chang und Eng Bunkes, die 1811 in Siam - weitgehend das heutige Thailand - zur Welt kamen. Sie wurden 63 Jahre alt.

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