APA - Austria Presse Agentur

Bus mit Schulkindern in Brand gesetzt: Täter handelte allein

Jener italienische Staatsbürger mit senegalesischen Wurzeln, der am Mittwoch bei Mailand einen Schulbus mit 51 Kindern an Bord in Brand gesetzt hat, hat jüngsten Ermittlungsergebnissen zufolge allein gehandelt und stand nicht in Kontakt mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) oder fundamentalistischen Kreisen. Dies bestätigten die Ermittler am Donnerstag.

Der Mann, der in eine Strafanstalt in Mailand eingeliefert wurde und von Psychologen untersucht wurde, habe aus Protest gegen die Einwanderungspolitik der italienischen Regierung gehandelt, hieß es. Die Ermittler beschlagnahmten einen Computer in der Wohnung des Mannes. Sie versuchen die Hintergründe zu begreifen, die den Busfahrer zur Tat bewogen habe.

Die Schüler an einer Oberschule waren von einem Sportausflug in Begleitung von drei Erwachsenen zurückgekehrt, als der Fahrer plötzlich die Route änderte und verkündete, dass sie seine Geiseln seien. Er habe gerufen "Niemand kommt hier lebend raus!" und ihnen mit zwei vollen Benzinkanistern sowie einem Feuerzeug gedroht, berichteten die Schüler. Er habe ihnen die Handys abgenommen und sie mit einem Stromkabel gefesselt.

Einem der Schüler gelang es jedoch, seine Eltern anzurufen, die ihrerseits die Polizei verständigten. Die Polizisten blockierten den Bus in San Donato Milanese südöstlich von Mailand und schlugen dessen rückwärtige Fenster ein. Bevor das Fahrzeug in Flammen aufging, brachten sie die Kinder ins Freie. Niemand wurde verletzt. Innenminister Matteo Salvini lobte den Einsatz der Polizisten. Es sei ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei.

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