APA - Austria Presse Agentur

EU-Flüchtlingsmission "Sophia" wird bis Ende März verlängert

Die EU-Anti-Schlepper-Mission "Sophia" ist am Freitag um drei Monate verlängert worden. Die EU-Botschafter einigten sich auf eine Ausdehnung der Operation bis März 2019. Italien, das zunächst wegen des Streits um eine Umverteilung von Flüchtlingen eine Verlängerung abgelehnt hatte, stimmte nun doch endgültig zu.

Vor allem der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte sich vorerst quergelegt. Er bekräftigte, dass Italiens Häfen weiter für Rettungsschiffe geschlossen bleiben, doch werde sich sein Land nicht aus der Mission zurückziehen.

Das bisherige Mandat von "Sophia" läuft am 31. Dezember aus. Die Zahl der Ankünftige über die zentrale Mittelmeerroute via Italien ist im heurigen Jahr deutlich gesunken. Von Juni bis Ende November trafen 9.581 Migranten ein, das ist ein Minus von 83 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017.

Die Marinemission EU NavForMed "Sophia" ist seit Juni 2015 mit Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern im Mittelmeer zwischen Italien und Libyen im Einsatz. Hauptaufgabe ist das Vorgehen gegen Schlepperbanden, die Flüchtlinge nach Europa bringen. Daneben soll "Sophia" auch Waffen- und Ölschmuggel verhindern und bildet die libysche Küstenwache aus. Die Mission hat seit ihrer Gründung außerdem rund 45.000 Flüchtlinge gerettet.

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