EU-Kommission stimmte Glyphosat-Verbotsplänen Kärntens zu

Kärnten setzte Schritt zu Verbot
Die EU-Kommission hat dem Kärntner Gesetzesentwurf, wonach die Anwendung von Glyphosat und ähnlichen biologisch nicht abbaubaren Unkrautvernichtungsmitteln für private Anwender verboten werden soll, im Wesentlichen zugestimmt. Es habe lediglich "marginale Korrekturwünsche" gegeben, sagte SPÖ-Chef Landeshauptmann Peter Kaiser.

"Das heißt im Wesentlichen, wir haben grünes Licht, um Glyphosat und hunderte andere gefährliche, biologisch nicht abbaubare Unkraut-und Schädlingsgifte für private Anwender zu verbieten", teile Kaiser mit. Kärnten hatte bereits einen Anlauf unternommen, um den Glyphosat-Einsatz einzuschränken, ein Gesetzesentwurf war im Frühjahr allerdings von der EU abgelehnt worden. In dem neuen Vorschlag werden nur private Anwender adressiert, die über keinen Befähigungsnachweis verfügen. Die Anwendung in der Landwirtschaft ist von dem geplanten Verbot nicht betroffen.

Der EU-Abgeordnete der Grünen, Thomas Waitz, reagierte hoch erfreut über den Erfolg der Kärntner Politik. Andere Bundesländer könnten nun ebenfalls Schritte ergreifen, so Waitz. Er forderte von Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) rasches Handeln. Als erste Reaktion könnte der Einsatz von Glyphosat im öffentlichen und privaten Bereich verboten werden, sagte Waitz.

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