"Held" nach Schulbus-Anschlag soll Italiener werden

Staatsbürgerschaft für Heldentum: Ein Bub, der vergangene Woche in der Nähe von Mailand einen Anschlag auf rund 50 Schulkinder vereitelte, soll Italiener werden. Der 13 Jahre alte Ramy, dessen Familie aus Ägypten stammt, habe bewiesen, "dass er die Werte unseres Landes verstanden hat", sagte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Dienstag in einem TV-Interview.

Deswegen werde er sich dafür aussprechen, dass der Bub die Staatsbürgerschaft erhalte. Ramy befand sich in dem Bus, den ein Mann vergangenen Mittwoch zunächst in seine Gewalt gebracht hatte und anschließend in Brand setzte. Gegen den Attentäter wird auch wegen eines möglichen Terrormotivs ermittelt. Der 13-Jährige hatte sein Handy vor dem Mann verstecken und Alarm schlagen können. Alle Kinder konnten sich retten, nachdem die Polizei die Fenster des Busses eingeschlagen hatte. Salvini lud Ramy und vier seiner Klassenkameraden für Mittwoch ins Innenministerium ein.

Die Verleihung der Staatsbürgerschaft für besondere Verdienste erfolgt in Italien auf Vorschlag des Innenministers im Einvernehmen mit dem Außenminister und muss anschließend noch durch verschiedene Schritte bestätigt werden.

Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu, um Ihnen eine optimale Nutzererfahrung zu ermöglichen. Alle Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.