APA - Austria Presse Agentur

Kenias Ex-Sportminister wegen Olympia-Bestechung angeklagt

Der frühere Sportminister aus Kenia, Hassan Wario, ist am Freitag wegen Amtsmissbrauchs angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, für Athleten der Olympischen Spiele in Rio vorgesehene Gelder abgezweigt zu haben. Wario ist seit diesem Jahr Kenias Botschafter in Österreich.

Kenia hatte in Rio mit sechs Mal Gold, sechs Mal Silber und ein Mal Bronze (alle in der Leichtathletik) seine bisher erfolgreichsten Olympischen Spiele gefeiert. Doch seither waren die Erfolge im Schatten von Korruptionsvorwürfen gegen Kenias Teamleader und Regierungsoffizielle gestanden.

Nach den Ermittlungen wurden laut dem Generalstaatsanwalt des ostafrikanischen Staates, Noordin Haji, der damalige Sportminister Wario, sowie sechst weitere höhere Beamte beschuldigt. Wario werden sechs Missbrauchsfälle vorgeworfen. Er selbst und zwei mit ihm angeklagte Beamte haben die Vorwürfe zurückgewiesen und wurden für je eine Million Shilling (8.587,38 Euro) Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Verhandlung beginnt im November.

Laut den Anwälten erwartet auch Kipchoge Keino, einem Olympiasieger von 1968 und 1972, eine Anklage. Keino war Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees während der Spiele, bei denen über 55 Mio. Shilling (472.305,71 Euro) veruntreut worden sind.

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