APA - Austria Presse Agentur

KV-Verhandlungen für Elektroindustrie gestartet

In der Frühlingsrunde zu den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen ist nun die größte Gruppe am Zug. Am Mittwoch sind die Verhandlungen für die 50.000 Beschäftigten in der Elektro-/Elektronikindustrie gestartet. Sie sind im Produktionsbereich die größte Einheit nach den Metallern, die im Herbst des Vorjahres bei einem KV-Plus von 3,5 Prozent abgeschlossen haben.

Als Basis für das Feilschen gilt die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate. Im Vorjahr lag diese bei zwei Prozent, zuletzt im Februar bei 1,5 Prozent.

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp haben sich am Mittwoch schon einmal in Position gebracht. "2018 war das stärkste Jahr seit der Wirtschaftskrise. Die Elektro-/Elektronikindustrie war dank der Beschäftigten sehr erfolgreich, das muss sich jetzt in kräftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen widerspiegeln", betonten die Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp) zur Übergabe des Forderungsprogrammes.

Zweites großes Thema für die Gewerkschaften sei weiterhin ein Ausgleich für die Ausweitung der erlaubten Arbeitszeit durch die Bundesregierung. "Überlange Arbeitstage müssen die Ausnahme bleiben. Und wenn sie doch geleistet werden, muss sich das für die Beschäftigten auszahlen", so die beiden Gewerkschafter.

Im Vorfeld wurden die Beschäftigten von den Betriebsräten befragt, dabei habe sich gezeigt dass ein Anstieg der Löhne und Gehälter oberste Priorität habe, wichtiges Thema sei aber auch ein schnellerer Zugang zur sechsten Urlaubswoche gewesen.

Die Verhandlungen der Sozialpartner werden am 2. April fortgesetzt.

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