APA - Austria Presse Agentur

Mazedonien bekommt einen neuen Namen

In Mazedonien sind am Montag Vorbereitungen für die vereinbarte Namensänderung in Nordmazedonien getroffen worden.

Unter anderem wurden in der Hauptstadt Skopje die meisten Tafeln an den Regierungsgebäuden abgeschraubt, auf denen noch die Inschrift "Republik Mazedonien" stand, wie der Fernsehsender Sitel am Abend berichtete. Auch an den Landesgrenzen wurden Vorbereitungen zur schnellen Auswechslung der mehrsprachigen Tafeln mit dem Landesnamen getroffen.

Eine offizielle Anweisung zur Einsetzung der neuen Aufschriften und Tafeln mit dem neuen Landesnamen "Republik Nordmazedonien" sei bei den Dienststellen noch nicht eingegangen, berichteten Medien. Erwartet wird, dass dies am Dienstag erfolgt, um die in Skopje geplante Zeremonie zur bevorstehenden Aufnahme des Landes in die NATO zu begleiten.

Griechenland hatte fast drei Jahrzehnte lang die Aufnahme des Nachbarn in die NATO und die Annäherung Skopjes an die EU wegen der Verwendung des Staatsnamens Mazedonien blockiert. Athen befürchtete Gebietsansprüche des Nachbarn auf die nordgriechische Provinz Makedonien. Erst vor kurzem hatten sich die Nachbarn auf die Namensänderung in Nordmazedonien geeinigt, Griechenland gab daraufhin seine Blockadehaltung auf und ratifizierte in der Vorwoche als erstes NATO-Mitglied den Beitritt des Landes zum Verteidigungsbündnis.

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