Olympiadritte Gallhuber will die "Podestplätze" angreifen

Katharina Gallhuber will in der neuen Saison den nächsten Schritt machen. Die Olympia-Dritte von Pyeongchang (Südkorea) war bisher in ihrer Paradedisziplin Slalom im Weltcup siebenmal in den Top Ten, aber noch nie besser als Fünfte. Mit einem guten Start in Levi will sich die 21-Jährige Selbstvertrauen holen. Das verpasste Neuseeland-Training merke man ihr nicht an, erklärte sie.

Die Weltcupsaison 2017/18 hat Gallhuber am WM-Schauplatz in Aare mit einem siebenten Platz im Slalom beendet. Fünf Rennen in verschiedenen Kategorien fuhr sie danach noch und beendete erst Anfang April die Saison. Bereits am 1. Mai begann Gallhuber wieder mit dem Konditionstraining und fand sich nach einem Ermüdungsbruch und einem Knochenmarksöden im linken Mittelfuß bald in der Zwangspause wieder.

"Ich habe meinem Körper sicher zu wenig Pause gegeben, da hat er sich gemeldet. Das hat sich bis Ende August gezogen, danach war ich das erste Mal wieder auf Schnee. Ich bin nicht mit zum Training nach Neuseeland geflogen, aber ich habe super am Stelvio und in Saas Fee trainiert. Man merkt nicht, dass mir Neuseeland abgeht", sagte Gallhuber zur APA - Austria Presse Agentur.

Derzeit bereitet sie sich mit dem Slalomteam in Kaabdalis in Schweden auf den Slalom am Samstag in Levi vor. Trotz wechselhaften Wetters mit Regen läuft es ganz gut, die Piste ist hart. In Finnland soll es nach den bisher erreichten Rängen 28 und 23 weiter nach vor gehen. "Der Hang ist sehr speziell, sehr flach, dann sehr steil. Sich da schnell umzustellen, muss man zusammenbringen. Das ist mir noch nie gelungen, deshalb hatte ich keine guten Ergebnisse. Das Ziel ist es deshalb, besser zu sein als zuletzt dort."

Die ÖSV-Damen und -Herren dürfen wie andere Nationalteams nicht auf der Weltcuppiste trainieren, es bleibt ihnen zum Kennenlernen der doch jedes Jahr etwas veränderten Wellen nur das Hangfahren. "Es ist natürlich sicher kein Nachteil, wenn du die Wellen ein paar Mal gefahren bist. Aber man muss sich darauf einstellen, wie es ist", weiß Gallhuber, dass sie auch so zurechtkommen muss. Sie werde sich noch einige Videos aus den vergangenen Jahren anschauen, alles gut einprägen und dann beim Hangfahren am Tag vor dem Rennen versuchen, bereits in Renngeschwindigkeit runterzufahren.

Gallhuber war in der vergangenen Saison Siebente im Slalom-Weltcup, vor ihr lagen u.a. Österreichs Nummer eins Bernadette Schild auf Platz fünf sowie unangefochten an der Spitze die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin. "Ich schaue nicht darauf, ob ich in Österreich die Nummer eins bin. Ich wäre glücklicher, wenn ich einen Podestplatz erreiche und hinter der Bernie Zweite bin, als dass ich als beste Österreicherin Siebente werde", beantwortete Gallhuber eine entsprechende Frage. "Mein großes Ziel ist es, da anzuschließen, wo ich aufgehört habe. Ich möchte die Podestplätze angreifen. Ich möchte vorne ein Wort mitreden. Es wäre super, wenn der Stockerlplatz kommt."

Langfristig will Gallhuber den Riesentorlauf als zweite Disziplin aufbauen. Da sei sie noch dabei, den Anschluss zu finden. "Ich möchte schauen, dass ich gut in die Slalomsaison starte, auf dieser Disziplin liegt das Hauptaugenmerk. Und wenn das gut funktioniert, wenn ich mir da sicher bin, dann möchte ich den Riesentorlauf dazunehmen. Vielleicht ist es schon möglich, am Semmering zu starten." Die Reise von Kaabdalis nach Levi ist für Mittwoch geplant, am Donnerstag folgt ein freier Tag und am Freitag das Hangfahren.

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