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10.11.2018

Startschuss für Infineons Milliardeninvestition in Villach

In Villach fällt am Samstagnachmittag der Startschuss für eine Milliardeninvestition von Infineon. Der Technologiekonzern errichtet neben der bestehenden Fertigung eine neue 300-Millimeter-Chipfabrik. In den kommenden sechs Jahren sind Investitionen von insgesamt 1,6 Mrd. Euro geplant, 400 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze sollen entstehen.

Nach dem Spatenstich ist der Baubeginn für die erste Jahreshälfte 2019 geplant, Anfang 2021 soll die Fertigung starten. Nach Angaben des Konzerns liegt das geschätzte zusätzliche Umsatzpotenzial durch die neue Fabrik bei etwa 1,8 Mrd. Euro pro Jahr. Die Fläche der neuen Chipfabrik beträgt etwa 60.000 Quadratmeter, mit der Investition werden das neue Gebäude, Produktionsanlagen und Reinraumtechnik finanziert. Auch ein Parkhaus wird gebaut, das 900 Stellplätze bieten wird.

Begründet wird die Investition am Standort Villach mit der "rasant steigenden Nachfrage", so Infineon-Vorstandsvorsitzender Reinhard Ploss. Hauptantrieb dafür seien internationale Trends, wie der Klimawandel oder die Digitalisierung. Die Leistungshalbleiter würden etwa bei Elektrofahrzeugen, bei vernetzten, batteriebetriebenen Geräten, Rechenzentren oder bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zum Einsatz kommen. Leistungshalbleiter sind Energiesparchips, die möglichst effizient den Stromfluss in verschiedenen Anwendungen steuern.

Am Standort Villach wurde die Fertigung von Leistungshalbleitern auf 300 Millimeter-Dünnwafern entwickelt - am Standort Dresden wurde diese dann zur voll automatisierten Fertigung ausgebaut. Der Konzern erwartet, dass diese Fertigung bis zum Jahr 2021 ausgelastet ist.

Infineon hat weltweit etwa 37.500 Beschäftigte. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2017 (Ende September) einen Umsatz von rund 7,1 Mrd. Euro.

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