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03/21/2019

Tausende warten in Mosambik nach Zyklon "Idai" auf Rettung

In den Überschwemmungsgebieten in Mosambik sitzen nach Regierungsangaben noch mindestens 15.000 Menschen fest, die dringend gerettet werden müssen. Sie müssten aus unter Wasser stehenden Regionen in Sicherheit gebracht werden, sagte Umweltminister Celso Correia am Donnerstag. Es handle sich um ein "Rennen gegen die Zeit": "Jede Minute zählt", warnte der Minister.

Wichtigste Aufgabe sei es zunächst, die auf von Wassermassen umschlossenen Flecken Land festsitzenden Menschen mit Nahrung, Decken und Medikamenten zu versorgen. Bis Donnerstag wurden laut Correia 217 Todesopfer in Mosambik gezählt. Im benachbarten Simbabwe starben rund hundert Menschen durch die Überschwemmungen im Gefolge des Zyklons "Idai".

Helfer sind besorgt, dass womöglich Tausende weitere Menschen in Mosambik den Überschwemmungen zum Opfer gefallen sind. In der Region Buzi nahe der schwer betroffenen Stadt Beira habe sich ein 125 Kilometer langer und elf Meter tiefer See gebildet, sagte der Nothilfekoordinator des Welternährungsprogramms (WFP) in Mosambik, Pedro Matos.

In dem Gebiet lebten demnach zuvor Hunderttausende Menschen. "Entweder sie konnten fliehen, oder es gibt dort eine sehr hohe Opferzahl", so Matos. Derzeit seien Helfer aber vor allem mit Rettungen beschäftigt.

Ein Einsatzteam von SOS-Kinderdorf in Mosambik hat inzwischen Beira und die SOS-Einrichtungen in der Hafenstadt erreicht. "Das Ausmaß der Katastrophe ist unbeschreiblich, viele Orte stehen unter Wasser, tausende Menschen, darunter Hunderte Familien und Kinder, sind obdachlos, ohne Nahrung, ohne medizinische Versorgung", berichtete Simiao Mahumana, nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf in Mosambik.

Der Zyklon mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht auf Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean bei Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen. Im Hinterland von Beira steigen die Pegelstände der Flüsse wegen anhaltenden Regens weiter an. UNO-Angaben zufolge sollen in dem Gebiet Tausende Menschen auf Hausdächern und in Baumkronen ausharren.

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