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14.12.2018

Trumps Ex-Anwalt mit schweren Vorwürfen gegen ihn

Der zu einer Haftstrafe verurteilte Ex-Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten. Trump habe ihn während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 zu Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen aufgefordert, obwohl er gewusst habe, dass damit gegen das Gesetz verstoßen werde, sagte Cohen in einem am Freitag ausgestrahlten Interview des Senders ABC.

"Er hat mich angewiesen, die Zahlungen vorzunehmen. Er hat mich angewiesen, mich mit diesen Angelegenheiten zu befassen", sagte Cohen. Auf die Frage, ob Trump klar gewesen sei, dass die Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das ehemalige "Playboy"-Model Karen McDougal falsch seien, sagte Cohen: "Natürlich."

Trump hatte am Donnerstag über Twitter jede Mitverantwortung an Straftaten Cohens von sich gewiesen. "Ich habe Michael Cohen niemals angewiesen, das Gesetz zu brechen", schrieb Trump. "Er war ein Anwalt und sollte das Gesetz kennen." "Ich glaube nicht, dass es irgendwen gibt, der das glaubt", kommentierte Cohen die Beteuerungen Trumps. "Nichts bei der Trump Organization erfolgte jemals, ohne dass es über Herrn Trump lief."

Cohen war über ein Jahrzehnt lang einer der engsten Vertrauten Trumps. Am Mittwoch wurde er von einem Bundesgericht zu drei Jahren Haft verurteilt, unter anderem weil er im Zusammenhang mit einer angeblichen Affäre Trumps mit der Porno-Darstellerin Stormy Daniels Schweigegeld gezahlt und damit gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstieß. Auch an eine andere Frau soll Schweigegeld geflossen sein.

Vor Gericht erklärte Cohen, aus "blinder Loyalität" zu Trump gehandelt zu haben und aus dem Pflichtgefühl heraus die "schmutzigen Taten" des Präsidenten zu vertuschen. Unklar ist, welche Folgen die Verfahren gegen Cohen am Ende für Trump haben werden.

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