APA - Austria Presse Agentur

USA wollen offenbar Wahl in Afghanistan verschieben

Die US-Regierung erwägt nach einem Medienbericht, sich bei der afghanischen Regierung für eine Verschiebung der für April geplanten Präsidentenwahl einzusetzen. Hintergrund seien Überlegungen, Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban zu führen, um den seit 17 Jahren währenden Konflikt in Afghanistan zu beenden, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag.

Es gebe die Sorge in Washington, dass Unregelmäßigkeiten und politische Turbulenzen rund um die Wahl einen Friedensprozess lähmen oder verhindern könnten. Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, habe die Idee einer Verschiebung bei kürzlich stattgefundenen Treffen in Afghanistan und der Region ins Gespräch gebracht, schrieb das Blatt weiter. In der afghanischen Hauptstadt Kabul seien die Pläne "frostig" aufgenommen worden.

Der Präsidentschaftspalast in Kabul reagierte am Dienstag mit Ablehnung auf den Bericht über eine mögliche Verschiebung der Wahl. Die afghanische Regierung achte die Verfassung des Landes und das Datum, das die Unabhängige Wahlkommission für die Wahl bestimmt habe, teilte ein Sprecher des Palastes Dienstagfrüh über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Alles andere sei nicht akzeptabel.

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