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(K)Eine Allianz von Europas Rechtspopulisten im EU-Parlament

Weil sie keine große Fraktion im EU-Parlament bilden können, versuchen sie Kooperation im Kleinen. Doch selbst beim Thema Migration hakt es.

Der Traum ist groß, die Wirklichkeit viel profaner. Weil sich das Ziel von Europas Rechtspopulisten, sich im EU-Parlament zu einer einzigen, schlagkräftigen Fraktion zusammenzuschließen, bisher nicht verwirklichen ließ, versuchen sie es nun im Kleinen: Mit Zusammenarbeit bei jenen Themen, die für die EU-Rechten die Wichtigsten sind, angefangen bei der "außer Kontrolle geratenen illegalen Migration."

Sieben Männer saßen da am Podium, gestern Nachmittag im EU-Parlament, und referierten über die jeweils schwierige Lage in ihrem Heimatland. Der französische EU-Abgeordnete Jean-Paul Garraud (Rassemblement National), der über rund "eine Million heimlicher Zuwanderer in Frankreich" klagte und gleichzeitig eingestand: Echte Zahlen gebe es nicht. Der Abgeordnete der rechtspopulistischen spanischen Vox-Partei, der die Spanier darüber abstimmen lassen möchte, ob sie "illegaler Migration zustimmen oder nicht." Oder FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky, der ein geeignetes Mittel darin sieht, die Migration einzudämmen, wenn man die geplante Schengen-Erweiterung verhindere: "Ein völlig falsches Konzept zu unserer Zeit."