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Die Zahl der Teenager-Suizide ist nach "13 Reasons Why" angestiegen

Laut einer Studie ist die Zahl der Suizide unter Jugendlichen in den USA nach der Ausstrahlung der Netflix-Serie angestiegen.

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Die Netflix-Produktion "13 Reasons Why", die im deutschsprachigen Raum unter dem Titel "Tote Mädchen lügen nicht" läuft, stand von Anfang an unter Kritik. Die Serie erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich das Leben nimmt. Jugendliche könnten dadurch zur Nachahmung verleitet werden, hieß es. Diese Befürchtungen scheinen sich nun zu bestätigen.

Einer Studie zufolge wurden nach Veröffentlichung der Serie in den USA knapp 200 mehr Suizidfälle unter männlichen Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren verzeichnet. Das ist ein Anstieg von fast 29 Prozent. Vor allem im ersten Monat nach der Ausstrahlung sei die Steigerung signifikant gewesen.

Die Forscherinnen und Forscher wiesen allerdings darauf hin, das nicht festgemacht werden kann, ob die betroffenen Teenager die Serie tatsächlich gesehen haben. Netflix äußerte sich unterdessen mit einem Statement, wonach man besonders verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen wolle und sich die Studie genauer ansehen werde.

Wer Selbstmordgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken.

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