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9 Dinge, die du nur kennst, wenn du in Wien lebst

Wenn du das Glück hast, in Wien zu leben, teilst du dieses Privileg mit lediglich 1,9 Millionen weiteren Auserwählten.

Wir leben in der lebenswertesten Stadt der Welt, haben das einzige U-Bahnnetz des Landes und verfügen über Trinkwasser von hervorragender Qualität. Genügend Argumente für sogenannte „Zuagraste“, um Wien als Lebensmittelpunkt zu wählen. Ob man bereits zum eingefleischten Einwohner dieser Stadt mutiert ist, erkennt man an folgenden Symptomen.

1. U-Bahn-Feeling

Egal, wie gut gelaunt du die U-Bahn betrittst, zur Rushhour wird dir das Lächeln bestimmt ausgetrieben. Im dichten Gedränge empfangen dich bezirzende Gerüche (Schweiß, Fürze oder sonstige vom Menschen produzierte Düfte) und Ellenbogen, die dich entweder in die Rippen oder in den Rücken treffen. Und schon bist du in Wien-Mood. Scheiß U-Bahn!

2. Kein Verlass

Wenn wir schon bei den Öffis sind. Lebst du bereits einige Jahre in Wien, weißt du, dass du dich auf die U-Bahn nie wirklich verlassen kannst. Vor allem nicht im Winter bei Schneegestöber. Denn der Satz „Aufgrund einer betrieblichen Störung an einem anderen Zug kann die U4 derzeit nur unregelmäßig fahren. Wir bemühen uns um die rasche Wiederherstellung der Intervalle“ ist dein ständiger Begleiter. Das Wichtigste, das du dir für die öffentlichen Verkehrsmittel merken sollst: Der Status quo der U-Bahn ist eher die Regel als die Ausnahme.

3. Gelebte Vielfalt

Wenn der Tourist am Nebentisch einen „Kaffee“ bestellt, hast du deine Gesichtszüge nicht mehr unter Kontrolle. Oh mein Gott, schau doch in die Getränkekarte! Da die Wiener auf Kaffee-Vielfalt Wert legen, ist die Auswahl riesig. Ob Melange, Cappuccino, Franziskaner, Verlängerter oder großer Brauner, für jeden Kaffee-Junkie ist etwas dabei. Wenn man eine nette Bedienung erwischt, wird man auch über die feinen Unterschiede aufgeklärt. 

4. Alternative Wege

Mit der Zeit hast du gelernt, wann und wo du dich in deiner Stadt blicken lassen kannst, ohne mentale Schäden von davonzutragen. Am Wochenende sind der Stephansplatz und die Mariahilferstraße absolute No-Gos. Besonders während der Weihnachtszeit meidest du diese Orte und versuchst deine Geschenke auf der Meidlinger Hauptstraße oder in der Favoritenstraße zu besorgen.

5. Augustin ist überall

Du hast einen Lieblings-Augustin-Verkäufer und würdest nie an ihm vorbeigehen, ohne ein bisschen mit ihm zu plaudern. Und natürlich kaufst du dann auch den Augustin. Denn in Wien unterstützt man sich gegenseitig.

6. Angeben

Irgendwie ist man stolz darauf, in Wien zu leben. Zwar regt man sich über die nervigen Dinge wie Stau oder Wind auf, aber man lässt keine Gelegenheit aus, um ein wenig anzugeben. Denn schließlich wohnt man in der lebenswertesten Stadt der Welt.

7. Keine Zeit

Die Wienerinnen und Wiener sind vielbeschäftigte Menschen. Warteschlangen an den Kassen stoßen auf Unverständnis. Ist im Supermarkt nur eine Kassa offen, wird sofort in panischem Ton „Zweite Kassa!“ gerufen. Ohne Bitte oder Danke, denn schließlich gibt ja mehrere Kassen. Warum steht dann nur eine Kassiererin da???

8. Nichts als Verachtung

Für Menschen, die bei Starbucks Kaffee trinken, hast du nichts außer Verachtung übrig. Wirklich guter Kaffee braucht keinen Karamellgeschmack. Jene die sich das Wiener Lieblingsgetränk im Papierbecher für unterwegs mitnehmen, irritieren dich. Denn Kaffeetrinken verbindest du mit stundenlangem Sitzen im Kaffeehaus und endlosen Gesprächen. Kaffee ist eben eine Wiener Lebenseinstellung!

9. Charmant grantig

Zugewanderte aus den Bundesländern oder anderen Ländern haben mit ihrer sunny Lebensfreude kaum Überlebenschancen in Wien. Nicht nur die graue Stadt wird ihre Stimmung runterziehen, sondern auch die grantigen Menschen. Denn gegen das ewige Raunzen und Jammern gibt es derzeit noch keine medizinische Lösung.

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