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Döner-News: Verboten, gelobt und gestohlen

Der Kebab inspiriert die Wiener zur Poesie und verleitet sie sogar zum Diebstahl. Döner im Jahresrückblick.

Döner Kebab kann viel mehr, als nur den Hunger zu stillen. Er wärmt uns an kalten Tagen und versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen (Salat!). In Wien gibt es hunderte Imbissbuden, die das in Brot gehüllte Grillfleisch für jede Geldbörse anbieten. Der 13-jährige Ali sprach wohl jedem Kebab-Fan aus der Seele, als er im Biber Magazin einen Liebesbrief an den Döner verfasste.

Breite Zustimmung erhielt der Schüler in den sozialen Netzwerken und schaffte es mit seiner Botschaft auch in die Deutsche Bild. Mahnende Worte richtete er an die Eltern von ebenso Döner-liebenden Kindern: „Verbietet euren Kindern nicht den Döner! Denn ohne Döner existiert keine LIEBE!“ Döner ist nicht nur Genuss, es stecken Freiheit und Rebellion in der Snack-Tasche. Denn was bringt Eltern mehr in Rage als fettiges Fast-Food?

Liebe macht Diebe

Liebe macht bekanntlich blind. Dass sie auch manch einen zum Diebstahl verleitet, beweist ein Überwachungsvideo, das derzeit in den sozialen Medien kursiert. Am Wochenende stahl ein noch unbekannter Mann statt Geld aus der Kassa einen Kebab-Spieß. Während sich ein Mitarbeiter des Kebab-Lokals im Hinterzimmer befand, nutzte der Täter die Gelegenheit. Mit vermummtem Gesicht betrat er die Imbissbude „Mangalet“ und verließ sie wieder mit einem in einen Plastiksack gehüllten Kebab-Spieß.

Das Kebab-Lokal reagiert auf Facebook mit Humor: „Wir wissen, dass unser Kebab lecker ist, aber wieso klaut man uns um Gottes Willen einen ganzen Mangalet Spieß weg? Das gibt es doch nicht. Vielleicht wegen unserem Geheimrezept? Das ist für uns wie ein Bankraub!“ Wir warten gespannt auf die Ermittlungen in diesem Fall. Die Frage, was der Dieb mit dem Spieß angerichtet hat, brennt uns unter den Fingernägeln.

Verbotene Liebe

Der Kebab ist nicht überall willkommen. Beispielsweise in der U-Bahnlinie U6. Dort darf er sich seit drei Monaten nicht mehr blicken lassen, wegen angeblicher Geruchsbelästigung. Wie kann Eau de Kebab jemanden überhaupt stören?! Um das Verbot mit dem Wiener Schmäh zu besänftigen, produzierten die Wiener Linien einen Werbeclip. Darin wird gegen eine „klassische Scharftat“ ermittelt. Achtung, an dieser Stelle solltet ihr wahrscheinlich lachen.

Im CSI-Style wird gegen einen Kebab, der in der Wiener U6 gegessen und dann fallengelassen wird, vorgegangen. Auch die „humorvolle“ U6-Durchsage “Das kleine Kebab und seine geruchsintensiven Freunde Pizza und Burger haben sich in die U6 verirrt und wollen bitte draußen verspeist werden” soll zum Schmunzeln anregen. Wenn man Hunger hat, kann man da nur schwer lachen. Derzeit wird man noch nicht bestraft, wenn man in flagranti erwischt wird, da sich die Fahrgäste an die Spielregeln halten. In der Liebe gibt es keine Regeln, deshalb soll das Essverbot in den öffentlichen Verkehrsmitteln überdacht werden. Es könnte der Kebab-Beziehung schaden.

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