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© APA - Austria Presse Agentur

Life
03/20/2019

Der Mötley-Crüe-Film startet auf Netflix

Mit viel Haarspray, engen Spandexhosen und krachendem Hardrock startete Mötley Crüe in den frühen 80er-Jahren in Hollywood durch.

Auf dem berühmten Sunset Strip machten Vince Neil, Mick Mars, Nikki Sixx und Tommy Lee in Clubs wie dem "Roxy" oder dem "Whisky A Go Go" die Plattenfirmen auf sich aufmerksam und wurden zu Weltstars. Ihre skandalträchtige Geschichte erzählt nun "The Dirt" bei Netflix.

Sie schockierten besorgte Eltern und Kirchenvertreter nicht nur mit ihrem wilden Aussehen und mit aggressiven Songs wie "Live Wire" oder "Shout At The Devil", sondern auch mit diversen Skandalen. Erst 2015 ging die von Höhen und Tiefen geprägte Karriere der selbst ernannten "berüchtigtsten Band der Welt" mit einer großen Welttournee zu Ende. Rund drei Jahre nach der Auflösung von Mötley Crüe flimmert nun der von der gleichnamigen Autobiografie inspirierte Film von Jeff Tremaine über die Bildschirme.

"Als ich den Film zum ersten Mal in voller Länge gesehen habe, war das wie ein Schlag in den Magen", sagt Crüe-Bassist Nikki Sixx der Deutschen Presse-Agentur. Partys, Drogen, Schlägereien, Affären, Scheidungen, eine Tournee mit Ozzy Osbourne, ein tödlicher Unfall und der tragische Krebstod von Sänger Vince Neils vierjähriger Tochter - "wir haben das alles erlebt", betont Sixx. Er sieht zwar immer noch nach Rock'n'Roll und Hollywood, dabei aber erstaunlich gesund aus.

Der heute 60-Jährige wird von Douglas Booth ("Jupiter Ascending") gespielt, "Game of Thrones"-Star Iwan Rheon gibt den seit seinem 17. Lebensjahr an Morbus Bechterew erkrankten Gitarristen Mick Mars, und Daniel Webber ("The Punisher") ist der blonde Frontmann Vince Neil. Die Show stiehlt jedoch Colson Baker, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Machine Gun Kelly. Der Rapper und Schauspieler ("Bird Box") ist genial als Crüe-Schlagzeuger Tommy Lee, dem er auch von der körperlichen Statur und in seinen Bewegungen erstaunlich ähnlich ist.

Der unterhaltsame Film des "Jackass"-Regisseurs Tremaine, eine gelungene Mischung aus Satire und Drama, behandelt nicht die gesamte Mötley-Crüe-Karriere. "The Dirt" legt den Fokus auf die wilden 80er Jahre, den beachtlichen Aufstieg von den Clubs in die großen Hallen, die ausschweifenden Partys, den massiven Drogenkonsum und das reichlich asoziale Benehmen. "Wir waren eine Bande verdammter Idioten", gibt sich Sixx heute reuig. "Wir waren hungrige Kids, die gelangweilt waren." Er will "The Dirt" als Warnung verstanden wissen.

Die Buchvorlage liefert oft noch drastischere Details, die der Film aus gutem Grund ausspart. Dass die Geschichte "bereinigt" oder "beschönigt" wurde, so wie es Kritiker dem Freddie-Mercury- und Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" vorwarfen, kann man von "The Dirt" trotzdem nicht sagen. Mitunter sprechen die Protagonisten sogar in die Kamera, um zu erklären, dass sich eine Szene in Wirklichkeit anders abgespielt hat, oder um wie im Buch etwas zu kommentieren.

Dass es anlässlich des Films, für dessen Soundtrack die Band sogar vier neue Songs aufgenommen hat, noch einmal zu einer Reunion mit einer Tournee kommt, schließt der Bassist kategorisch aus. "Wir haben vertraglich abgemacht, dass wir nicht mehr touren", betont er. "Aber wenn man uns in die Rock & Roll Hall of Fame aufnimmt, würden wir vielleicht ein paar Songs entstauben und dort damit auftreten." Dass es in naher Zukunft passiert, bezweifelt er. "Man hat uns gesagt, dass wir nie in die Rock & Roll Hall of Fame kommen."

"The Dirt" streamt ab 22. März auf Netflix.

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