Sidebar 1

© APA - Austria Presse Agentur

Life
05/15/2019

Jim Jarmusch übt mit "The Dead Don’t Die" Kritik

Regisseur Jim Jarmusch, der mit seiner Zombie-Komödie "The Dead Don"t Die" das Filmfestival Cannes eröffnete, macht sich Sorgen um den Zustand der Welt. "Zu beobachten, dass sich die Natur so schnell wie noch nie verschlechtert, das beunruhigt mich", sagte der 66-Jährige am Mittwoch in Cannes. Das Thema werde zu selten angesprochen. Er glaube, dass sich "unser Planet in großer Gefahr" befinde.

Dazu passte dann auch sein Werk "The Dead Don"t Die", das am Abend zuvor seine Weltpremiere an der Croisette gefeiert hatte: Darin führt Fracking an den Polen dazu, dass sich die Erdachse verschiebt und damit alles aus dem Gleichgewicht gerät - auch die Toten wachen plötzlich wieder auf und greifen die Lebenden an.

Mit "The Dead Don"t Die" legt Jarmusch ein gewohnt langsam, fast meditativ erzähltes Werk vor. Anders als in anderen Zombiefilmen stehen hier weder blutige Gemetzel noch actiongeladene Endzeit-Szenarien im Vordergrund. Stattdessen mischt Jarmusch humorvolle Elemente mit Gesellschaftskritik, die vor allem auf die USA der Gegenwart zielen: Ein weißer Rassist etwa trägt einen Hut mit der Aufschrift "Make America White Again" und hat seinen Hund "Rumsfeld" getauft.

Außerdem werden die Zombies von dem angezogen, was zu Lebzeiten ihre größte Leidenschaft war. So stürmen die untoten Kinder den Süßigkeitenladen und viele Erwachsene sehnen sich nach ihren Handys. Iggy Pop hingegen wankt auf der Suche nach "Kaffee!" durch die Gegend, während Carol Kanes Zombieversion nur ein Ziel kennt - Chardonnay.

Er sei sich nicht bewusst gewesen, wie düster der Film teilweise sei, sagte Jarmusch, der hier ein beeindruckendes Ensemble mit Adam Driver, Bill Murray, Tilda Swinton, Tom Waits und Selena Gomez auf der Leinwand versammelte. Doch so gern man ihnen allen in dieser Apokalypse auch zuschaut, so kann "The Dead Don"t Die" dann doch nicht über rund 100 Minuten überzeugen. Dafür sind manche Spitzen zu simpel und die Geschichte schlingert etwas zu unentschlossen dahin. Als unaufgeregte Zombie-Variante aber, die auf die Ansammlung vieler skurriler Beobachtungen und schräger Gags setzt, funktioniert der Film durchaus. Am 13. Juni kommt der Film in die österreichischen Kinos.

Life

Moby entschuldigte sich bei Natalie Portman

Nach einem Wortgefecht hat sich der US-Musiker Moby bei Hollywood-Schauspielerin Natalie Portman entschuldigt. Er hatte zuvor behauptet, die beiden seien vor etwa 20 Jahren für kurze Zeit ein Paar gewesen. "Ich habe verstanden, dass viel Kritik gegen mich wegen meiner Aufnahme von Natalie in (das Buch) "Then It Fell Apart" sehr berechtigt ist", schrieb der 53-Jährige bei Instagram.

Life

Neue "The Voice"-Jury mit Rea Garvey und Sido

Der irische Musiker Rea Garvey (46) kehrt in die Jury der Castingshow "The Voice of Germany" zurück. Als neue Juroren und Coaches nehmen außerdem der Deutsch-Rapper Sido (38) und die Sängerin Alice Merton (25) in den roten Drehstühlen Platz. Der Sänger und Songwriter Mark Forster (35) bleibt der Jury erhalten. Pro Sieben/Sat.1 stellte die Jury am Sonntag in einem Video auf seiner Website vor.

Life

Til Schweiger hat Fridays for Future "nicht so verfolgt"

Der Schauspieler Til Schweiger hat die Klima-Protestaktion Fridays for Future bisher "nicht so verfolgt". Er versuche zwar, sich möglichst breit zu informieren und lese verschiedene Zeitungen, mit dem Thema sei er jedoch "ein bisschen überfordert", sagte Schweiger am Samstag beim "Tag des Journalismus" des Verlagshauses Gruner + Jahr.

Sidebar 2