APA - Austria Presse Agentur

John Legend lernt Schwimmen: Warum das nicht egal ist

Der Schwimmunterricht des 40-jährigen Sängers ist ein wichtiges Zeichen für die Schwarze Community.

Der US-Sänger ("All of Me") schwimmt dabei in einem Pool von Beckenrand zu Beckenrand, beaufsichtigt von einer Schwimmlehrerin. "So stolz", schrieb seine Ehefrau am Donnerstag auf Instagram zu einem von ihr geposteten Video.

Legend hatte wenige Tage zuvor getwittert, er könne nicht wirklich schwimmen. "Heute habe ich meinen ersten Schwimmunterricht genommen, seitdem ich fünf war." Daraufhin hatte unter anderem die US-Olympia-Gewinnerin Simone Manuel angeboten, ihm das Schwimmen beizubringen. Wie John in seinem Tweet anmerkt, lernte auch sein Vater erst mit über 60 Jahren, wie man schwimmt.

Dass ein 40-jähriger Sänger gerade Schwimmen lernt, mag auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen egal wirken – für die Schwarze Community in den Vereinigten Staaten ist es allerdings von Bedeutung.

Während der Zeit der Rassentrennung in den USA waren die meisten öffentlichen Pools exklusiv für Weiße, auch viele Strände waren für die afroamerikanische Bevölkerung nicht zugänglich. Öffentliche Bäder blieben auch nach Aufhebung der Rassentrennung Schauplätze von Rassismus und Eltern, die selbst nie Schwimmen lernten, konnten es ihren Kindern nicht beibringen, woraus sich der sogenannte "racial swim gap" ergibt, wie Vice einem Artikel zum Thema erklärt.

Dass John Legend jetzt lernt, macht einem großen Teil der Schwarzen Community Mut, es ihm gleichzutun. "Ich werde diesen Frühling Unterricht nehmen. Danke, dass du deine Geschichte teilst. Ich schäme mich nicht mehr", schreibt etwa ein User auf Twitter.

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