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© Chiara Pinna via Unsplash

Life
03/13/2019

Legt eure Smartphones weg, wenn ihr eure Beziehungen retten wollt!

Laut einer Studie sind Menschen, die ihr Smartphone häufiger nutzen, unzufriedener mit ihren Beziehungen.

All jene unter uns, die in ihrem Leben schon die eine oder andere Beziehung hinter sich haben, kennen diese Situation sehr gut: Man sitzt gemeinsam beim Essen, will sich zusammen einen Film ansehen oder einfach nur ein bisschen quatschen – und die andere Person holt ihr Handy raus und scrollt sich durch Hunderte Beiträge auf Insta, als wäre man Luft. Ja, das kann sich ziemlich beschissen anfühlen – ist laut einer aktuellen Studie jedoch möglicherweise auch ein Zeichen dafür, dass sich euer handysüchtiges Gegenüber beschissen fühlt.

Matthew A. Lapierre, Psychologe an der University of Arizona, hat 125 Studierende zu ihren Beziehungen, ihrer Handy-Nutzung und ihrer Zufriedenheit befragt. Diejenigen, die eine erhöhte Smartphonenutzung aufwiesen, waren in der Regel unzufriedener mir ihren Beziehungen. Möglicherweise würden sich diese Menschen einsamer fühlen als andere, auch mangelndes Selbstwertgefühl könnte eine Rolle spielen.

Die Frage der Kausalität lässt die Studie allerdings offen. Was kam zuerst: Die Handysucht oder die Beziehungsprobleme? Hatte die Person Troubles in ihrer Beziehung und kapselt sich deswegen ab? Oder sind die Probleme erst entstanden, weil sich die Person lieber mit ihrem Smartphone beschäftigt als mit der besseren Hälfte?

Was jedenfalls feststeht, ist, dass das Smartphone zu einem erheblichen Frustrationsfaktor in einer Beziehung werden kann, denn es ist nur verständlich, dass man sich hin und wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit des Gegenübers wünscht.

Versteht uns nicht falsch: Wir wollen keine dieser Zeigefinger schwingenden alten KulturpessimistInnen sein, die Smartphones verteufeln und sich die Zeit zurück wünschen, in der wir nur über Haustelefone mit unseren FreundInnen kommunizieren konnten. Wir sagen nur, dass man bei all der ständigen Verfügbarkeit und dem Drang, mitzubekommen, was in der Welt passiert, nicht vergessen sollte, auch die Menschen, die einem gegenübersitzen, mit dem gleichen Interesse zu würdigen.

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