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So könnt ihr obdachlosen Menschen im Winter helfen

Wenn du bei diesen Temperaturen jemanden auf der Straße schlafen siehst, dann schau nicht weg.

Dieser Tage fröstelt es einen schon, wenn man nur den kurzen Weg von der Bim-Station in die warme Wohnung gehen muss, wo eine heiße Dusche, Tee und die dicksten Socken, die Oma je gestrickt hat, auf einen warten.

 

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Aber nicht jeder hat es so gut: Auch in der kalten Jahreszeit gibt es viele Menschen, die ihr Leben im Freien bestreiten und auf der Straße oder in Parks schlafen müssen. Das ist im schlimmsten Fall lebensgefährlich – und darum ist es besonders wichtig, dass wir nicht wegsehen.

Es gibt immer Wege, wie man helfen kann: In Berlin beispielsweise, wo Obdachlose nicht mehr in U-Bahnhöfen übernachten dürfen, wollen nun zwei Clubs einmal pro Woche nachts ihre Türen öffnen und Unterschlupf bieten.

Aber wie kann man als Einzelperson helfen, wenn man eine wohnungslose Person im Winter auf der Straße sieht? Der erste Schritt: Überwinde deine Vorurteile und denke nach. Sagt dir dein Hausverstand, dass diese Person Hilfe braucht? Dann tu etwas.

Mach dir zuerst ein Bild von der Lage. Hat die Person Decken oder einen Schlafsack, ist sie warm eingepackt oder nur dünn bekleidet? Rufe am besten das Caritas Kältetelefon an, das in den Wintermonaten rund um die Uhr besetzt ist. Erkläre den Helfern am anderen Ende der Leitung, wo und wann genau du die Person gesehen hast, und beschreibe sie so detailliert wie möglich.

Sozialarbeiter der Gruft gehen deinen Hinweisen dann nach, bieten den Betroffenen Hilfe an, verteilen Schlafsäcke oder bringen sie in ein Notquartier. Ist die Person reglos, dann zögere nicht länger, ruf direkt die Rettung an und warte, bis die Helfer eintreffen.

Wenn du dich nicht sicher fühlst und nicht weißt, wie du handeln sollst, sprich Personen in deiner Umgebung an und beziehe sie in die Situation mit ein – oft fühlen sich Menschen erst dann bemüßigt, zu helfen.