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Stadtleben: Warum wir E-Scooter hassen

Sie sind der gleitende Tod auf den Straßen Wiens, obwohl E-Scooter gut für die Umwelt sind.

Seit kurzem gehören E-Scooter zum Straßenbild der Bundeshauptstadt. Die Trendroller bereiten jedoch beim Abstellen Schwierigkeiten und haben für einige Unfälle gesorgt. Für manche sind sie eine Alternative zum Auto, für die anderen sind sie eine tickende Zeitbombe. Eines ist jedoch sicher: Die elektrisch betriebenen Scooter sorgen seit dem Spätsommer reichlich für Gesprächsstoff. Geschwindigkeitslimits und Parkverbotszonen werden derzeit in Erwägung gezogen.

Moment mal, warum gibt die Roller überhaupt, wenn sie nicht willkommen sind? Sie sind praktisch und entlasten die Umwelt. Statt kurze Wege mit dem Auto zu fahren, kann man mit dem E-Scooter auch schnell ans Ziel kommen. Die Sache hat jedoch einige Hacken, denn viele Nutzer halten sich nicht an die ungeschriebenen Regeln:

Hunde beim Gassi gehen: Die schnellen Flitzer jagen sowohl Hunden als auch ihren Besitzern Angst ein. Da die elektronischen Trendroller relativ leise sind, kommen sie meistens aus dem Nichts.

Keine Helmpflicht: Anfang November kam es zu zwei Unfällen: Eine achtjährige wurde von einem E-Scooter-Fahrer gerammt, ein 19-Jähriger stürzte mit dem Elektro-Tretroller in den Wien-Fluss. Derzeit gibt es weder Helmpflicht noch Geschwindigkeitslimits für E-Scooter.

Neulich in der U-Bahn: Das etwa 12,5 Kilogramm schwere Gefährt sollte man in den Öffis vorsichtig herumtragen. Denn eine Begegnung zwischen Schienbein und E-Scooter ist schmerzhaft. Damit macht man sich bestimmt keine Freunde unter den Fahrgästen.

Verkehrsregeln: Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde ist man von der U-Bahn-Station schnell in der Arbeit. Da es keine eindeutigen Verkehrsregeln gibt, wechselt man rasch vom Radweg auf den Gehsteig. Die Gefahrenquelle liegt wohl auf der Hand.

Gesundheit: Man sieht zwar auf so einem Teil lässig aus, wie steht es um unsere Gesundheit, sollten sich die Trendroller tatsächlich dauerhaft etablieren? Die paar Meter die wir uns von der U-Bahn bis zur Uni oder Arbeit bewegen, könnten für Mobilitätsunternehmen ein Milliardengeschäft sein. Für viele Menschen sind es gerade diese Strecken, die sie noch zu Fuß zurücklegen.

Sie sind für die Umwelt eine Bereicherung, derzeit fehlt es jedoch an Aufklärung und Information, damit E-Scooter reibungslos im Verkehr ankommen.

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