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Diese Ernährungsform kann das Corona-Risiko senken

US-ForscherInnen zeigten auf, dass eine pflanzliche Ernährung das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs um 41 Prozent senken könnte.

Laut einer neuen US-Studie soll eine Ernährung, die vor allem auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert, das Corona-Risiko senken. Zudem kann dadurch auch die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs verringert werden. 

ForscherInnen des Massachusetts General Hospital zeigten auf, dass die Auswirkungen der Ernährung in Bezug auf das Coronavirus bei Menschen in benachteiligten sozioökonomischen Gebieten besonders stark sind.

Die Studienergebnisse wurden im "Gut"-Journal veröffentlicht. 

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Risiko für schwere Symptome sinkt um 41 Prozent

Das Forschungsteam analysierte Daten von 592.571 TeilnehmerInnen, die ursprünglich für die großangelegte britische COVID-19-Symptomstudie gesammelt wurdenDie Arbeit umfasste die Daten von ProbandInnen aus den USA und Großbritannien zwischen März und Dezember 2020.

Jede/r TeilnehmerIn hat einen Fragebogen über seine/ihre Essgewohnheiten ausgefüllt. Dabei wurde eine Skala namens "Plant-Based Diet Score" verwendet, um die Angaben zu kategorisieren und zu analysieren. 

Während des Untersuchungszeitraums infizierten sich insgesamt 31.831 TeilnehmerInnen mit Corona. Dabei wurden folgende Ergebnisse ermittelt:

  • Im Vergleich zu ProbandInnen, die eher eine ungesunde Ernährung aufzeigten, hatten Menschen mit der gesündesten Ernährungsweise ein um neun Prozent geringeres Risiko, an Corona zu erkranken. 
  • TeilnehmerInnen, die sich gesund ernährten, wiesen zudem ein um 41 Prozent geringeres Risiko auf, schwere Corona-Symptome zu entwickeln. 

"Obwohl wir nicht genug betonen können, wie wichtig es ist, sich impfen zu lassen und eine Maske zu tragen, legt unsere Studie nahe, dass man das Corona-Risiko potenziell reduzieren kann, indem man auf seine Ernährung achtet“, sagte der Co-Studienautor Andrew Chan in einer Pressemitteilung.

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Pflanzliche Lebensmittel als Pandemie-Lösung?

Die ForscherInnen entdeckten zudem, dass Menschen, die in ärmeren Gegenden leben und sich ungesund ernähren, anfälliger für das Coronavirus sind. Laut dem Modell der WissenschafterInnen hätte man zwei Drittel der Corona-Fälle verhindern können, wenn ärmere Menschen eine gesündere Ernährungsweise hätten und sich sozial nicht abgeschottet fühlen würden. 

Daher plädieren die ForscherInnen dafür, dass die Regierungen neben den herkömmlichen Corona-Maßnahmen auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung aufmerksam machen sollten.