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Familienstreit zu Weihnachten: So entgehst du dem Drama

Familienstreit zu Weihnachten: Der jährliche Streit zum Weihnachtsfest lässt sich mit gewissen Strategien vermeiden.

Die meisten führen im Erwachsenenalter ein ganz anderes Leben als ihre Eltern, Onkel, Tanten oder Cousins und Cousinen. Kein Wunder, dass es manchmal zu Weihnachten kracht, wenn Menschen mit den unterschiedlichsten Einstellungen zusammenkommen.

Manchmal liegt es aber auch daran, dass sich viele zu viel Stress um das Weihnachtsfest machen. Denn gerade dann, wenn man den Mythos dieses friedlichen Festes aufrecht erhalten will, wird es einem zwischen dem Geschenkewahn und den Dinner-Vorbereitungen zu viel. 

Weihnachten entzaubern

Eine wirksame Methode, den Stress rauszunehmen, sei es, den Mythos rauszunehmen, meint Karen Silvester vom SOS-Kinderdorfverein. 

"Dann ist es halt 'nur' das Fest, an dem wir versuchen, anderen mit einem Geschenk eine Freude zu machen. Oder es gibt halt 'nur Würstchen mit Kartoffelsalat als neue, eigene Familientradition", erklärt die Expertin für Familienfragen.

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Streit zu Weihnachten: Es hilft, sich selbst unter Kontrolle zu halten

Kommt dann aber doch Streit auf, sei es laut Karen Silvester wichtig, sich auf sich selbst zu besinnen. "Muss ich das jetzt anbringen – will ich nur sticheln oder habe ich was Wichtiges zu sagen?"

Da es den meisten Menschen aber an Reflexionsfähigkeit fehlt und sie lieber die Fehler bei den anderen suchen, trauen wir uns hier zu behaupten, dass es da mehr braucht, um den Familienstreit zu umgehen oder besser auszuhalten. 

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Familienstreit zum Weihnachtsfest: Lerne, zu akzeptieren

Du kannst die anderen nicht ändern, sehr wohl aber dich selbst. Zumindest kannst du kontrollieren, wie viel Energie du dem ganzen Drama gibst. Streiten etwa zwei deiner Familienmitglieder und hat die Diskussion eigentlich nichts mit dir zu tun, hilft es manchmal, sich auf genau das zu besinnen. Diese "Wurschtigkeitseinstellung" hat der Psychologe Nicholas Joyce für "The Conversation" als Akzeptanzmodell formuliert. 

Wir sollten lernen, gegenüber Familienmitgliedern, deren Angewohnheiten und Eigenschaften nerven, Akzeptanz aufzubringen und sie nicht ändern zu wollen. 

"Wir müssen unsere Denkweise ändern", so der Psychologe. "Was ist wahr und realistisch? Und nicht: Wie wünschen wir uns ihr Verhalten?" Hier spricht er in einem "Ted-Talk" genauer darüber. 

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Meidet heikle Themen

Ein weiterer Tipp, den wir viel zu häufig vergessen, ist das Vermeiden. Du streitest mit deinem Dad über Politik? Sag ihm, du möchtest zu Weihnachten nicht darüber sprechen. Ihr seid euch alle in der Impf-Frage uneinig? Macht ein coronafreies Weihnachtsfest. 

Ihr könnt das übrigens spielerisch gestalten: Jedes Mal, wenn jemand von diesem Thema anfängt, muss die Person fünf Euro in ein Glas werfen. 

Überlegen wir uns, ob es sich wirklich auszahlt, über die Ärgernisse des Alltags beim Weihnachtsessen zu sprechen. Falls doch wieder andere davon anfangen, hilft oft ein einfacher Satz: "Ich möchte wirklich nicht darüber sprechen. Heute nicht. Vertagen wir die Diskussion auf ein anderes Mal."