Mit TikToks Financial Cleanse Ausgaben reduzieren und Geld sparen. So geht's!

Omid Armin / Unsplash

"30 Day Financial Cleanse": Geld sparen mit viralem TikTok-Trend

Was hinter dem TikTok-Trend "Financial Cleanse" steckt und warum du damit am besten noch im Jänner starten solltest.

"Mit nur einer Stunde Arbeit pro Woche 500 Euro monatlich dazuverdienen" – so oder so ähnlich lauten manch dubiose Finanz-Tipps in den sozialen Netzwerken. Der virale Finanz-Ratgeber, der unter dem Begriff "Financial Cleanse" auf TikTok kursiert, verspricht nicht das schnelle Geld, soll aber innerhalb von 30 Tagen dafür sorgen, seine Ausgaben im neuen Jahr zu senken, langfristig Geld zu sparen und ein besseres Verhältnis zu den eigenen Finanzen zu entwickeln.

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Was bedeutet "Financial Cleanse"?

Unter dem Namen "Financial Cleanse", was übersetzt viel heißt wie "finanzielle Reinigung", haben es sich TikTokerInnen der Gen Z zur Aufgabe gemacht, den Bildungsstand in Sachen Finanzen voranzutreiben und Aufklärung zu betreiben.

Eine von ihnen ist Seema Sheth, die das Konzept der 30-tägigen-Finanzkur auf ihrem TikTok-Account @bobeema Schritt für Schritt erklärt. Man kann sich das ähnlich wie eine Detox-Saftkur vorstellen, welche den Körper von Schadstoffen befreien soll. Ziel der "Financial Cleanse"-Methode ist es, unnötige Ausgaben zu entlarven und diese langfristig zu vermeiden. Auf Dauer soll dieses Konzept dafür führen, mehr Geld in der Tasche zu haben. 

Sheth erklärt in einem ihrer TikTok-Videos: "Vielleicht hast du viel mehr ausgegeben, als du eigentlich wolltest, die Inflation ist hoch und das Leben fühlt sich verrückt an." Sie betont, dass es hier weder um Investment-Ratschläge ginge, noch darum, wie man schnell reich wird. Viel eher ist das Ziel, die Beziehung zu Geld erheblich zu verbessern. Und zwar mit Dingen, die man schnell und einfach Tag für Tag umsetzen kann. Man müsse nur dranbleiben. 

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Methode startet mit "Bucket Budget"

Die Aufgabe des ersten Tages lautet "Bucket Budget". Hier geht es darum, seine monatliche Ausgaben wie das Netflix- oder Fitnessstudio-Abo im Überblick zu haben und sie sinnvoll aufzuteilen. Sheth empfiehlt die Aufschlüsselung der Abos nach

  • Kategorie,
  • Kosten pro Monat
  • und Jahrespreis.

Hat man dies erledigt, lassen sich die Ausgaben optimal in

  • fixe Ausgaben wie etwa die Mietkosten,
  • in variable Ausgaben wie Benzinkosten oder Ausgaben für Lebensmittel
  • sowie in Ersparnisse, also Geld, das man monatlich als finanziellen Puffer zur Seite legt,

unterteilen. 

Anschließend zählt man die Summen zusammen und zieht all diese Kosten des "Bucket Budgets" vom monatlichen Einkommen ab. Was übrig bleibt, ist sozusagen der finanzielle Ermessensspielraum. Nach der Aufstellung müsse man zudem noch entscheiden, welche Abonnements man behalten möchte und welche man besser kündigt. 

Weitere Tipps, um Geld zu sparen

An den weiteren Tagen folgen Tipps wie den Finanzplan auszudrucken und sich diesen aufzuhängen, oder die Ausgaben der Monate Dezember und November des vergangenen Jahres in Hinblick auf den errechneten finanziellen Ermessensspielraum anzusehen und herauszufinden, ob man diesen in etwa erreicht hat oder deutlich darüber war, und somit über seine finanziellen Verhältnisse gelebt hat.

An Tag fünf rät Sheth dazu, sich sämtliche Rechnungen genauer anzusehen und diese mithilfe gewisser Tools, wie beispielsweise eines Ordners, besser zu organisieren. Auch das Setzen von finanziellen Zielen und die Festlegung von Ausgabengrenzen zählen zu Sheths Tipps.

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Neben praktischen Tipps erklärt die TikTokerin auch gewisse Begriffe aus dem Finanzsystem, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen. Sie führt ihre FollowerInnen mit der 30-tägigen-Finananzkur-Methode in die "Bausteine der finanziellen Bildung" ein, wie sie selber erklärt. 

Bedenkt man, dass sich laut einer Umfrage von "Credit Karma" mehr als ein Drittel der Gen Z finanzielle Ratschläge in den sozialen Medien einholen, sind solche finanziellen Ratgeber, die in den sozialen Medien geteilt werden, durchaus von Bedeutung für die junge Generation.