Ist zu viel Schlaf ungesund? Dafür gibt es mehrere Ursachen!

Maddi Bazzocco / Unsplash

Im Land der endlosen Träume: Kann zu viel Schlaf ungesund sein?

Kann es schlecht für unsere Gesundheit sein, wenn wir zu lange schlafen? Diese Ursachen könnten dahinterstecken!

Sieben bis neun Stunden Schlaf sollen laut einer US-amerikanischen Studie nötig sein, um eine ausreichende Nachtruhe zu haben. Kein Wunder, denn wer zu wenig schläft, könnte unter einigen Beschwerden leiden. Wie das Gesundheitsmagazin  "aok" berichtet, können Betroffene, die zu wenig schlafen, unter Müdigkeit, Benommenheit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen leiden. 

Ist also mehr Schlafen die einfache Lösung? Nicht unbedingt – denn es könnte sogar ungesund sein, wenn man zu lange im Land der Träume schlummert ...

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Wie viel Schlaf ist zu viel? 

Die Universität John Hopkins erklärt, dass Menschen, die mehr als acht bis neun Stunden pro Nacht schlafen müssen, um sich ausgeruht zu fühlen, alarmiert sein sollten. Dafür kann es mehrere Ursachen geben. 

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Was sind die Ursachen für zu viel Schlaf?

Das Schlafbedürfnis passt sich im Laufe des Alters an, doch auch in stressigen Phasen oder bei Krankheit brauchen wir mehr Schlaf, damit sich unser Körper ausruhen kann. Laut "webMD" kann es aber auch passieren, dass manche Menschen einfach zu viel schlafen. Das sogenannte "Überschlafen", das auch als Hypersomnie bekannt ist, ist eine medizinische Störung. 

Betroffene leiden den ganzen Tag über extremer Müdigkeit und fühlen sich auch nach ungewöhnlichen langen Stunden Schlaf in der Nacht nicht ausgeruht. Menschen, die an Hypersomnie leiden, weisen auch Symptome wie Angstzustände, Energiemangel und Gedächtnisprobleme auf. 

Auch Erkrankungen wie das

  • Restless Legs Syndrom, bei dem der Zwang entsteht, dass man auch in Ruhephasen seine Beine bewegen muss,
  • oder Schlafapnoe, eine Atemstörung, die zu einem kurzzeitigen Atemstillstand während des Schlafes führt,

können ebenfalls dazu führen, dass man zu viel schläft. Grund dafür ist vor allem das ständige Aufwachen der Betroffenen, die dadurch immer wieder aus ihren Schlafphasen gerissen werden. 

Depressionen durch zu viel Schlaf? 

Eine französische Studie aus dem Jahr 2014 legt sogar nahe, dass Menschen, die mehr als acht Stunden schlafen, mehr Depressionssymptome aufweisen als Menschen, die jede Nacht acht Stunden oder weniger schlafen. "LangschläferInnen wiesen ein deutlich höheres Risiko für psychiatrische Erkrankungen und einen höheren Body-Mass-Index (BMI) auf", schrieben die ForscherInnen in ihren Untersuchungsergebnissen.

Ähnliches bestätigt auch eine deutsche Studie sechs Jahre später: diese besagt, dass sich bei depressiven Menschen durch zu viel Schlaf ihre Symptome sogar verstärken können. 

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Tipps für ein gesünderes Schlafverhalten 

Laut dem Informationsportal "Neurologen und Psychiater im Netz" gibt es einige Tipps, wie man ein gesundes Schlafverhalten einhalten kann: 

  • Halte regelmäßige Einschlaf- und Aufwachzeiten ein, so kannst du auch deine Schlafstunden besser tracken. 
  • Sorge für die richtige Atmosphäre beim Einschlafen – es sollte nicht zu kalt oder zu warm im Zimmer sein!
  • Esse keine fettigen Mahlzeiten kurz vorm Schlafengehen, denn dein Magen ist dann zu sehr mit der Verdauung beschäftigt und du kommst nur schwer zur Ruhe. 
  • Vermeide eine übermäßige Koffeinzufuhr und schränke den Konsum von Kaffee und Cola bereits nachmittags ein. 

Personen, die unter schweren Schlafstörungen leiden, sollten sich unbedingt mit einem/einer ExpertIn in Kontakt setzen! 

Wer Selbstmordgedanken hat oder an Depressionen leidet, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits ein einzelnes Gespräch. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich rund um die Uhr kostenlos unter der Rufnummer 142 an die Telefonseelsorge wenden. Sie bietet schnelle erste Hilfe an und vermittelt ÄrztInnen, Beratungsstellen oder Kliniken. www.suizid-praevention.gv.at