Kindergeschichten für Erwachsene

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Kinderbücher, die wir auch als Erwachsene zu schätzen wissen

Kindergeschichten haben uns früh beigebracht was richtig oder falsch ist, schwelgen wir kurz in Erinnerung.

Als Kind hat man die Unschuld, die Kreativität und die Freiheit sich die fantastischsten Sachen auszumalen. Mit dem Erwachsenwerden geht ein Stück Kind verloren. Verantwortungsbewusstsein, Arbeiten oder Studieren treten an den Platz, an dem früher Zwanglosigkeit, Spielen oder Lesen standen. Viele Kinderbücher vermitteln jedoch auch wichtige Werte, die in einer "erwachsenen Welt" als erstrebenswert gelten.

Aus diesem Grund finden wir es sinnvoll, diese kurzen Erzählungen nochmals zu lesen, und auch zu erkennen, inwiefern sie unsere Gesellschaft womöglich beeinflusst haben.

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Der Regenbogenfisch

Der Regenbogenfisch von Marcus Pfister war das erste Buch, das ich je in meinen Händen hielt. Ich erinnere mich besonders gut an die Moral der Geschichte, nicht eitel zu sein. Auch wenn die Schuppen des Regenbogenfisches die schönsten waren, manche sogar glänzten, raubte ihm seine Eitelkeit die Freude, wie auch seine FreundInnen. Als der Fisch aber das universelle Prinzip "Teilen macht Freude" verstanden hatte, merkte er, dass Teilen auch FreundInnen machen kann.

Das kleine Ich-bin-ich

Im Jahre 2022 sind wir alle auf der Suche nach unserer Identität. Immer mehr Individualismus, immer mehr Persönlichkeitsveräußerung. Auch als Kind sucht man verzweifelt nach seiner Identität, genauso wie das kleine Ich-bin-ich. Alle wollen wissen, wer man ist und woher man kommt, doch im Endeffekt ist man nicht mehr oder weniger als man selbst. Die Vorstellung, dass man einfach man selbst sein könnte, dass das auch mehr als ausreichend ist, trifft uns oft, wenn wir an uns zweifeln. In diesen Momenten denke ich gerne an diese Geschichte, so einfach sie ist, so wahr ist sie auch.

Für dich ausgesucht

Die Geggis

Mira Lobes Meisterstreich, der mir als Kind beigebracht hat, dass andere Leute auch anders aussehen können. Gerade als Kind ist man in seinem Horizont sehr eingeschränkt, weiß nicht, wer außerhalb des Kindergartenzauns oder der Schulhofmauer ist. Während Sumpfgeggis grün sind und schwimmen können, klettern Felsgeggis und sind rot. Die beiden sind eigentlich FeindInnen, doch Gil und Rokko probieren es mit Freundschaft.

Dass Menschen, die anders aussehen, unterschiedliche Sachen beherrschen, die du nicht kannst, ist eine sehr wertvolle Erkenntnis.

Der Struwwelpeter

Seit bald 180 Jahren gibt es die Geschichten rund um die Hauptfigur des unansehnlichen Struwwelpeters. Über die vielen Jahre hinweg sind viele Geschichten entstanden, in denen von Kindern erzählt wird, die sich unpassend verhalten und im Anschluss schlimme Konsequenzen ziehen.

Der Struwwelpeter wollte seine Haare und Fingernägel nicht schneiden, der Suppen-Kaspar möchte seine Suppe nicht essen. Besonders hervorzuheben ist die Geschichte des Schwarzen Jungen, der aufgrund seiner Hautfarbe verspottet wird. Als Strafe werden die Spottenden in Tinte getaucht, welche sie dunkler färbt als die Hauptfigur.

Anhand dieser Erzählungen wird Kindern oft eine erste Form von Moral vermittelt. Diese Werte werden in einer Geschichte so verpackt, dass Kinder selbstständig herausfinden sollen, welche Botschaft hinter der Geschichte steckt. Die oben erwähnten Bücher vermitteln Werte von Respekt und Toleranz – Werte, die niemals schlecht ankommen können.

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