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Food-Hack: Kann man im Geschirrspüler Essen kochen?

Immer mehr Menschen zeigen auf Social Media, wie sie mit ihrer Spülmaschine Essen zubereiten. Kann das wirklich funktionieren?

Kann man sein Essen in der Spülmaschine zubereiten? Wenn man den unzähligen TikTok-Videos dazu Vertrauen schenkt, ist es offenbar wirklich machbar. Userin @athomewithshannon zeigte auf der Plattform, wie sie Gemüse in ihrem Geschirrspüler zubereitet. Dafür legt sie die Lebensmittel in mit Wasser gefüllte Einmachgläser und stellt diese in die Maschine. Nach einem herkömmlichen Waschgang hat die Userin leckeres gegartes Gemüse. 

Ein YouTube-Video zeigt, dass das Kochen in der Spülmaschine sogar Geldsparen soll. Eine US-Amerikanerin aus der TV-Show "Extreme Cheapskates" bereitet eine Lasagne in der Maschine zu – und wäscht nebenbei auch noch ihr Geschirr: 

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Welche Vorteile hat Kochen mit der Spülmaschine? 

Wie "finish.de" berichtet, erreichen Geschirrspüler während dem Hauptspülgang eine Temperatur von 65 bis 70 Grad. In der Abspülphase kann sich das Gerät auf bis zu 80 Grad erhitzen. Besonders für in der Weihnachtszeit könne sich das Kochen mit der Spülmaschine auszahlen, denn der Ofen und die Herdplatten sind im Dauerbetrieb. Durch den Koch-Hack könnte man also tatsächlich Strom und Platz sparen.

Wie "Eat smarter" berichtet, gehen bei dieser Zubereitungsart auch weniger Vitamine und Nährstoffe verloren, weil die Lebensmittel in der Maschine bei diesen Temperaturen eher gegart werden. Das bedeutet, dass du durch den Hack günstiger und sogar "gesünder" kochen könntest.

Einen Nachteil gibt es jedoch: Im Vergleich zur Zubereitung im Ofen oder der Pfanne kannst du während des Kochgangs im Geschirrspüler nicht nachsehen, ob dein Gericht schon durch ist. 

Bevor du deine Lebensmittel in die Spülmaschine legst, solltest du darauf achten, dass sie gut verpackt sind. Ansonsten gerät Wasser in dein Essen und dein Gericht wird ungenießbar.

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Deshalb ist der Food-Hack mit Geschirrspüler keine gute Idee 

Wie "Utopia" berichtet, scheint das Kochen mit der Spülmaschine zwar umweltfreundlich und praktisch zu sein, doch die Expertin für Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein – Gudrun Köster – warnte bereits 2017 vor dem Hack: "Es gibt viele Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen und sein Essen nährwertschonend und sicher zuzubereiten. Aber das Garen im Geschirrspüler ist der falsche Weg."

Laut Köster sind vor allem Aluminium oder Bratschläuche und –beutel, die oft zum Einpacken der Lebensmittel verwendet werden, bedenklich. Die Materialien sind in dem Gerät hohen Temperaturen, aggressivem Reinigungsmittel und säurehaltigem Klarspüler ausgesetzt. Die Verbraucherzentrale befürchtet daher, dass sich die Schadstoffe aus den Materialien lösen und im Essen festsetzen könnten.