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Nachhaltig reisen: 7 Tipps, wie es mühelos gelingt

Im Urlaub Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen, ist oftmals gar nicht so einfach, aber unbedingt notwendig. Mit diesen Tipps klappt's.

Der Tourismus hat viele gute Seiten: Er verbindet Menschen, Länder und Kulturen, schafft Arbeitsplätze, fördert regionale Entwicklung und bedingt sozioökonomischen Fortschritt. So wie vieles im Leben hat er jedoch auch seine Schattenseiten. Insbesondere die Umwelt leidet oft unter vielen Reisenden. "Viele beliebte Reiseziele sind durch zunehmende Umweltverschmutzung, Umweltgefahren, Zerstörung von Kulturerbestätten und Übernutzung von Ressourcen bedroht. Und das ohne Berücksichtigung der Umweltverschmutzung, die durch Reisen zu und von diesen Zielen verursacht wird", klären United Nations in ihrem Blog auf. 

Ihr wollt reisen, möchtet aber auch Rücksicht auf die Umwelt nehmen? Dann haben wir hier sieben Tipps von der UN für euch, mit denen ihr nachhaltig reisen könnt. 

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Tipp 1: Auf Plastik verzichten 

Viele der Punkte solltet ihr auch in eurem Alltag zuhause beachten. Doch es schadet nicht, wenn ihr diese Einstellung ebenso mit zu eurem Reiseziel mitnehmt. Hierzu zählt zum Beispiel ein bewusster Konsum von Plastik. Denn: Je weniger Plastik im Umlauf ist, desto weniger kann in die Umwelt gelangen. 

Um das zu vermeiden, könnt ihr etwa bei Produkten im Bad auf feste Seifen/Shampoos oder plastikfreie Menstruationsprodukte wie Periodenunterwäsche und Menstruationstasse umsteigen. Außerdem solltet ihr Mehrwegtaschen, -flaschen und -boxen dabei haben, sodass ihr unterwegs möglichst plastikfrei einkaufen gehen könnt. 

Tipp 2: Auf Wasserverbrauch achten 

In vielen Reisezielen herrscht aufgrund des Klimawandels eine große Wasserknappheit. Diese sollte durch den Tourismus nicht noch weiter verschlimmert werden. Das heißt, dass man als BesucherIn seine europäischen Standards herunterschrauben muss. Am meisten Wasser spart ihr ein, wenn ihr vor Ort auf Fleisch verzichtet, da bei dessen Produktion viel Wasser benötigt wird. Ersatzweise könnt ihr euch aber auch das übermäßige Baden und das tägliche Austauschen von euren Hotel-Handtüchern sparen. Dadurch würde "jährlich Millionen Liter Wasser" eingespart, wie die Vereinten Nationen schreiben. 

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Tipp 3: Lokal einkaufen 

Das ist nicht nur nachhaltig, damit unterstützt ihr auch die Ökonomie eures Reiselandes, die natürlich vom Tourismus profitieren soll – insbesondere, da Reisende oft in Länder fahren, deren Wirtschaft mitunter geschwächt ist und einen Booster durch TouristInnen gut gebrauchen können. Auch die Umwelt wird geschont, da der CO2-Fußabdruck des Zielorts durch den kurzen Transport der Waren verringert wird.

Genießt außerdem das lokale Essen und geht auf einen Markt! Hier könnt ihr euch sicher sein, dass die Lebensmittel aus der näheren Umgebung kommen und die lokale Wirtschaft unterstützt wird. 

Tipp 4: Aktivitäten mit Rücksicht auf Natur und Tier planen 

Oftmals will man, wenn man in einem bestimmten Reiseland angekommen ist, für das Land typische Aktivitäten machen. Auch dabei solltet ihr Rücksicht auf Umwelt, Natur und Tier nehmen. Man denke hier an Safaris, Whale-Watching-Touren und vieles mehr. Sucht euch also einen Anbieter, bei dem ersichtlich ist, dass ihm die Natur und deren ungestörtes Bestehen am Herzen liegt. 

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Tipp 5: Nachhaltig fortbewegen 

Das gilt sowohl für deinen Transport vor Ort als auch deinem Hin- und Rückweg zum Reiseziel. Bei Letzterem lässt es sich oftmals leider nicht vermeiden, ins Flugzeug zu steigen, doch wenn möglich, solltet ihr den Zug nehmen. Denn die Flugabgase sind zehn Mal schädlicher als die der Bahn. 

Vor Ort solltet ihr auch auf nachhaltige Alternativen wie das Fahrrad oder den Öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Wenn ihr touristische Vergnügungsfahrten wie Pferdekutschen etc. probieren wollt, müsst ihr vorsichtig sein, da dabei leider nicht immer auf die Gesundheit des Tieres Acht gegeben wird. 

Tipp 6: Bitte die Tiere nicht füttern – oder essen 

Ein Aspekt, den viele nicht beachten, sind die weitreichenden Folgen ihrer Handlungen. Ein Beispiel: "Wenn sich Tiere daran gewöhnen, Nahrung von Menschen zu erhalten, ändert sich ihr natürliches Verhalten und sie werden zum Überleben von Menschen abhängig." Abgesehen davon können Tiere sich bei Menschen mit Krankheiten anstecken. 

Es versteht sich eigentlich von selbst, aber bitte esst keine gefährdeten Tiere in eurem Urlaub: "Durch die Schaffung der Nachfrage führt der Verzehr gefährdeter oder exotischer Tiere zu einer Zunahme von Wilderei, Handel und Ausbeutung von Tieren. Neben dem Schaden, der dem einzelnen Tier auf eurem Teller zugefügt wird, kann unverantwortliches Essen zum Aussterben von Arten beitragen, die bereits durch den Klimawandel und den Verlust von Lebensräumen bedroht sind."

Tipp 7: Hinterlasse keine Spuren 

Dieser Punkt fasst das nachhaltige Reisen an sich zusammen. Es ist immer noch am besten für die Umwelt, dass gar niemand erst da gewesen ist, oder zumindest der Eindruck entsteht, weil keine Spuren hinterlassen wurden. 

Umweltfreundliches Reisen hat viel mit Respekt zu tun: Füge dem Ort, an den du reist, keinen Schaden zu. Gib auf ihn Acht und verlasse ihn am besten in einem gesünderen bzw. besseren Zustand, als du ihn vorgefunden hast.