Unsplash, Ganapathy Kumar

So könnte dich der Super-Vollmond beeinflussen

Am 12. August um genau 03:35 Früh wird der Mond wieder voll – diesmal strahlt er nochmal heller und größer als gewöhnlich.

Seit Anbeginn der Zeit ist der Mensch vom Mond fasziniert. Was vor hunderten Jahren noch eher pragmatische Gründe hatte – der Mond spendete Licht in dunkler Nacht – ist heute oft spirituell oder psychologisch motiviert. Aber inwiefern beeinflusst uns ein Vollmond tatsächlich?

Was ist ein Super-Vollmond?

Wenn der Mond der Erde besonders nahe kommt, dann erscheint dieser auf dem Firmament größer als gewöhnlich. Wie "Time And Date" beschreibt, wird dieses Phänomen umgangssprachlich als Supermond bezeichnet, wenn es auf einen Vollmond oder Neumond fällt. Die Besonderheit für den Supermond am 13. Juli ist, dass dieser Vollmond gleichzeitig mit dem sogenannten Perigäum eintritt. Laut "MDR Wissen" ist das der erdnahste Punkt für das Jahr 2022. Deshalb erscheint dieser Supermond auch um sieben Prozent größer und circa 14 Prozent heller als sonst. Am 12. August findet der letzte Supermond für das Jahr 2022 statt, da auch dieser heller und größer als der durchschnittliche Vollmond ausfällt.

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Der Supermond im Wassermann

Jede Mondphase steht unter einem speziellen Zeichen. Da der Mond im Laufe des Jahres durch das gesamte astrologische Rad wandert, tragen die Monde auch jeweils unterschiedliche Namen. Geht es nach TikTok AstrologInnen, bringen diese auch verschiedene Energien mit sich. Der Supermond am 12. August steht im Sternzeichen Wassermann und wird "Heumond" genannt. Wassermann ist ein Luftzeichen und steht für neuartige Ideen, Rebellion und Unverbindlichkeit. @astrobellaluna spricht sogar von einer sehr heftigen Vollmond-Energie, die wir alle spüren könnten. Es werde jetzt emotionale Reife, Praktikabilität und Disziplin von uns verlangt, um vor allem mit möglichen politischen Entwicklungen umzugehen.

Schlechterer Schlaf zu Vollmond?

Viele Menschen berichten, dass sie an Vollmond generell schlecht oder unruhig schlafen. Und tatsächlich wurde in neuesten Studien belegt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Mondphase und gutem Schlaf gibt. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet publizierte das Fachmagazin "Science Advances" zwei Studien in denen der Einfluss des Vollmondes auf den menschlichen Körper messbar war. Untersucht wurden Schlafmuster sowie Menstruationszyklen.

98 ProbandInnen wurden dafür mit Schlafsensoren ausgestattet – ausgewählt wurden indigene Einwohner dreier argentinischer Dörfer mit je gar keinem, wenig oder durchgängigem Zugang zu Elektrizität. Die Schlafdaten wurden in Folge mit denen von 464 US-StudentInnen ergänzt. Das Ergebnis zeigte, dass in alle Gruppen drei bis fünf Tage vor Vollmond später ins Bett gingen und sie auch kürzer schliefen. Menschen ohne Zugang zu Strom schliefen sogar fast eine halbe Stunde länger an dunklen Nächten als an Vollmond-Nächten. Der Effekt wurde jedoch milder, je mehr Zugang zu Elektrizität vorhanden war. Dennoch schliefen die US-ProbandInnen durchschnittlich elf Minuten mehr als zu Vollmond.

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Mehr Unfälle und Chaos zu Vollmond?

Ist die Luft rund um Vollmond geladener oder ist dies reine Einbildung? Laut umfassenden Studien im "British Medical Journal" gäbe es interessanterweise ein erhöhtes Unfallrisiko zu Vollmond. Wie "Kurier" berichtet wurde dafür die Häufigkeit von schweren Motorradunfällen in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien über fast 40 Jahre hinweg untersucht.

Das Ergebnis war sehr eindeutig: An Vollmond-Nächten gab es laut den ForscherInnen durchschnittlich 9,1 Unfälle, an anderen Nächten 8,64 Unfälle. Wenn der Supermond schien, stieg dieser im Durchschnitt sogar auf 10,82 pro Nacht! Insgesamt gab es 226 mehr schwere Unfälle. Ein Grund sich in Acht zu nehmen?

Schlägt sich der Vollmond auf die psychische Verfassung?

Wer verwandelt sich noch pünktlich zum Vollmond in einen buchstäblichen Werwolf? Erhitztes Gemüt und schlechte Laune sobald der Mond seinen Zenit erreicht! Wer den Vollmond für seine chaotischen Lebensumstände verantwortlich macht, den müssen wir nun leider enttäuschen. Es gibt bisher keine einzige Studie, die belegt, dass die Mondphase sich auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Laut "Psylex" wurde in einer französischen Studie aus dem Jahr 2012 sogar wissenschaftlich widerlegt, dass es hier einen Zusammenhang gibt. Die Analysen zeigten keinen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und psychischen Problemen in Notaufnahmen. Interessant ist jedoch, dass in dieser Erhebung 80 Prozent des Pflegepersonals und 64 Prozent der ÄrztInnen einen empfundenen Zusammenhang angaben.

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Spirituelle Bedeutung eines Supermonds

Jeder Vollmond hat astrologischen Wert, schließlich markiert es das Ende einer jeden Mondphase. Nach maximaler Mondstrahlung wird die Intensität wieder weniger und entwickelt sich zurück in einen abnehmenden Mond. Die spirituelle Community, unter anderem auf TikTok, rät dazu, diese aufgeladene Zeit dafür zu nutzen, um im Privatleben mal richtig aufzuräumen.

Konkret solle man die intensive Energie rund um den Vollmond nutzen, um sich zu fragen, welche Dinge, Freundschaften, Beziehungen oder Engagements noch funktionieren oder was man getrost loslassen kann. Den Ex-Freund endlich in die Schranken weisen und hinter sich lassen? Zu Vollmond könnte der Vorsatz also endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Nummer wird eiskalt blockiert! Eine Evaluierung des Status Quo sozusagen.

Rund um einen Supermond haben diese Intentionen natürlich noch viel mehr Wirkung. Frei nach dem Motto: "Mehr Mond, mehr Gaudi."