Was ist ein People-Pleaser?

APA/EPA/PIYAL ADHIKARY

Bist du ein People-Pleaser? Warum du 2023 damit aufhören solltest

Gefällt es dir etwas zu sehr, anderen Menschen zu gefallen? Womöglich gehörst du zu den People-Pleasern!

Wenn wir unsere Bedürfnisse hinter die, der anderen stellen, tun wir etwas gemeinschaftlich Wertvolles. Es gibt wenig Edleres, als die fremden Wünsche vor den eigenen zu erfüllen. Falls du jedoch das Gefühl hast, es in jeder Lage anderen Menschen recht machen zu wollen, gehörst du vielleicht zu den sogenannten "People-Pleasern". Was das genau bedeutet, und warum du im neuen Jahr vielleicht öfter deine Wünsche priorisieren solltest, erklären wir dir hier.

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Was ist ein People-Pleaser?

Zuallererst ist "People-Pleaser sein" nicht unbedingt etwas Schlechtes – im Gegenteil: People-Pleaser sind die Lieblingsmenschen aller Menschen, allen voran aber Menschen, die andere ausnutzen. Denn im Deutschen nennen wir People-Pleaser "JasagerInnen". Menschen, die zu jeder Gefälligkeit und Bitte "ja" sagen, sind unfassbar nette und hilfsbereite Personen, deren Selbstlosigkeit aber sehr oft gemolken wird, bis sie nicht mehr können.

 

Jedoch ist es laut "WashingtonPost" wichtig, AltruistInnen von JasagerInnen zu unterscheiden. Nur weil du oft Zeit und Lust hast jemandem zu helfen, obwohl sonst jede/jeder gerade nein sagt, bist du noch lange kein People-Pleaser. Ist es jedoch zur Gewohnheit geworden, deine Bedürfnisse hinter deren anderer zu reihen, könnte es zum Problem werden.

Ursachen für das Urteil People-Pleaser

Fällt es dir oft schwer, nein zu sagen? Womöglich hast du gelernt, die Bedürfnisse fremder Menschen stärker wahrzunehmen als deine eigenen. Gehst du oft einfach mit einer fremden Meinung mit, um Konflikt aus dem Weg zu gehen? Der anderen Person zuliebe stellst du deine Meinung zurück und akzeptierst, aus Angst vor Konfrontation, die fremde Meinung. Auf Twitter machen viele NutzerInnen eine unnötig strenge Erziehung für die Unfähigkeit zum Nein verantwortlich.

Wir alle, aber besonders Frauen, werden oft zu JasagerInnen konditioniert. Über lange Zeit hinweg wurde Frauen erzählt, dass sie "in Rücksicht auf ihren gestressten Mann" ihren Anliegen weniger Wichtigkeit zuschreiben sollen. Ratgeber für Hausfrauen aus den 50er-Jahren etwa zieren laut "LittleThings" Sätze wie: "Du hast ihm vielleicht ein Dutzend wichtiger Sachen zu erzählen, aber wenn er nachhause kommt, ist nicht der richtige Augenblick. Lass ihn zuerst reden – bedenke, dass seine Themen wichtiger sind als deine."

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Nein sagen lernen

Wie wir mit den Bedürfnissen anderer Menschen umgehen, ist tief in unserer Persönlichkeit verankert. Es sind erlernte Abläufe, die unser heutiges Leben bestimmen. Deswegen ist der erste Schritt zur Besserung das Neulernen des Neinsagens. Nur wer nein sagen kann, kann zu sich selbst ja sagen. Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse im Blick behalten, behalten wir auch die Kontrolle darüber, was uns wichtig ist.

Was wichtig ist, um überhaupt nein sagen zu können, ist ein gesundes Selbstbewusstsein. Dazu gehört nicht nur zu wissen, wer man ist, sondern auch wo deine Grenzen liegen. Immer wieder für fremde Anliegen an deine Grenzen zu gehen, ist nicht lange tragbar und erschöpft dich immens.