Lieder über Streit in der Beziehung? Was man laut Studie anhand der Lieblingslieder über dein Beziehungsverhalten sagen kann.

Pexels @ Yuri Manei

Was sagen deine Lieblingssongs über deine Beziehungen aus?

Schöne und schirche Lieder: Eine Studie zeigt, was deine Lieblingsmusik über dein Beziehungsverhalten aussagt.

Team Cardi B oder Team Drake? Sitzt du in "Marvins Room" oder bist du Doja Cats "Woman"? Musik spielt eine wahnsinnig wichtige Rolle in den Leben von vielen Menschen. Schaut man sich auf den Straßen um, sieht man selten keine Person mit Kopfhörern. Eine Studie aus dem "Personal Relationships"- Journal will laut "EurekAlert" nun anhand deines Musikgeschmacks etwas über dein Verhalten als PartnerIn sagen können. Ich habe meine Adele-Playlists schon versteckt, aber vielleicht ist ja was dran?

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Musik ist wichtig für uns

Laut "headphonesaddict.com" hören wir durchschnittlich zweieinhalb Stunden Musik am Tag. Zugegeben, bei mir ist es deutlich mehr. In dieser Zeit berieselt mich Spotify mit meinen Lieblingssongs, die ich mir durch jahrelanges Suchen, Filtern und Herz-Ächzen zusammengestellt habe. Natürlich ist es naheliegend, dass man anhand dieser besonders persönlichen Auswahl Aussagen über meine charakterlichen Tendenzen treffen kann.

So etwas dürften sich die WissenschafterInnen hinter dieser Studie gedacht haben. "Die Texte Ihrer Lieblingslieder über Beziehungen können dazu beitragen, Ihre Gedanken und Gefühle zu bestätigen, sie können aber auch Dinge über Ihre Beziehungserfahrungen offenbaren, die Ihnen vielleicht nicht bewusst waren", erklärt einer der Verantwortlichen.

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Unsere Musik in Kategorien

In der Studie wurden vier Hauptkategorien aufgestellt, in welche die TeilnehmerInnen der Studie eingeteilt wurden. Die Kategorien orientieren sich danach an beobachteten Beziehungstypen:

  • Anxiously attached (Ängstlich gebunden): Sie machen sich durchweg Sorgen vor Zurückweisung und sind ständig auf der Suche nach Bestätigung, Sicherheit und Gewissheit.
  • Avoidantly attached (Meidend gebunden): Sind eher zurückhaltend und verbergen ihre Gefühle gerne. Sie tauschen Intimität gegen Freiheit.
  • Mixed attached (gemischt gebunden): Menschen sind eine Mischform der ersten zwei Formen, bei ihnen wechseln Anhänglichkeit und Distanz sich ab.
  • Securely attached (sicher gebunden): Zu guter Letzt gibt es tatsächlich noch Menschen mit sicheren Bindungen, sie haben eine optimistische Einstellung und kommunizieren offen mit ihren PartnerInnen.

Diese Kategorien haben sich aus 7000 Lieblingssongs von 570 Befragten ergeben. Dabei wurden die Lyrics und deren Ausdruck analysiert. Während meidend gebundene Menschen auch solche Lyrics bevorzugen, ist dieselbe Korrelation bei ängstlich gebundenen Menschen nicht gegeben.

Was sagen meine Lieblingslieder über mich aus?

Je nachdem welche in welche Kategorie deine Lieblingslieder fallen, kannst du bestimmen welchen Beziehungstyp dir diese Studie zuteilen würde.

Avoidantly attached:

  • Beyoncé, “Irreplaceable”
  • Chris Brown, “Say Goodbye”
  • N’Sync, “Bye Bye Bye”
  • Michael Jackson, “Billie Jean”
  • TLC, “Scrubs”
  • Rihanna, “Take a Bow”
  • The Weeknd, “The Hills; Heartless”

Anxiously attached:

  • Adele, “Someone Like You”
  • The Police, “Every Breath You Take”
  • Miley Cyrus, “Wrecking Ball”
  • Adele, “Hello”
  • U2, “One”
  • Seether, “Broken”
  • No Doubt, “Don’t Speak”
  • Bruno Mars, “When I Was Your Man”
  • Drake, “Hotline Bling”

Mixed attached:

  • Carrie Underwood, “Before He Cheats”
  • Gotye, “Somebody that I Used to Know”
  • Taylor Swift, “Bad Blood”
  • Sam Smith, “I’m Not the Only One”
  • Ne Yo, “So Sick”
  • Bonnie Raitt, “I Can’t Make You Love Me”
  • Adele, “Rolling in the Deep”
  • Rihanna ft. Drake, “Work”
  • Eminem ft. Rihanna, “Love the Way You Lie”

Securely attached:

  • Sonny & Cher, “I Got You Babe”
  • Whitney Houston, “I Will Always Love You”
  • The Beatles, “Love Me Do”
  • Ed Sheeran, “Thinking Out Loud”
  • Plain White Ts, “I Love You”
  • John Legend, “All of Me”
  • Michael Bublé, “Haven’t Met You Yet”
  • Beach Boys, “Wouldn’t It Be Nice”
  • Bryan Adams, “(Everything I Do) I Do It for You”
  • Etta James, “At Last”
  • Justin Bieber, “Holy”

Es ist interessant zu sehen, dass verschiedene KünstlerInnen auch verschiedene Typen von Beziehungsmenschen porträtieren können. Womöglich hängt die Fähigkeit zum liebevollen Facettenreichtum auch mit dem Erfolg zusammen, treffen uns doch manche Lyrics besonders erfolgreicher MusikerInnen wie Adele oder Justin Bieber wirklich genau ins Herz.

"Populäre Musiktexte laufen parallel zu soziologischen Trends der sozialen Abkopplung – die Menschen schätzen Unabhängigkeit gegenüber der Abhängigkeit von anderen und fühlen sich zunehmend isoliert", schließt einer der Vertreter ab. Kunst imitiert eben das Leben, und das Leben die Kunst.