Instagram/artqueerhabibi

@artqueerhabibi zeigt die Vielfalt des queeren Lebens in arabischen Ländern

Dieser Account macht das queere Leben unter anderem im Irak, in Algerien oder Marokko sichtbar.

Married to the sheik, Baghdaddy, Habibitch – die Inschriften der Illustrationen sind mindestens genauso kreativ wie die Illustrationen selbst. Zwei Männer sitzen eng umschlugen in einem Cabrio, im Hintergrund sieht man Shops mit arabischen Schriftzeichen: "Wenn deine Mutter nicht weiß, wie du dein Leben als Erwachsener auf den Straßen von Amman verbringst", lautet die Bildbeschreibung. 

@artqueerhabibi zeigt die Vielfalt der arabischen Queer Community und macht mit dem Projekt Homosexualität sichtbar. "Ich möchte der Welt zeigen, dass man in arabischen Ländern leben und queer sein kann und dass daran nichts auszusetzen ist", so die Person hinter dem Intagram-Account gegenüber dem britischen Onlinemagazin "Pinknews". Die Künstlerin oder der Künstler möchte aus Sicherheitsgründen anonym bleiben. 

"Ich möchte das Stigma, das die arabischen Länder umgibt, brechen, weil Liebe letztendlich ein Gefühl ist, das über allem steht", so die Künstlerin oder der Künstler.

Die Illustrationen und Postkarten stellen beispielsweise Personen vor, die sich für die LGBTIQ-Community einsetzen – zum Beispiel die Aktivistin Dalia Alfaghal, die 2017 als erste ägyptische Frau offen über ihre lesbische Beziehung gesprochen hat, aber auch persönliche Geschichten oder Anekdoten werden geschildert und illustriert.

@artqueerhabibi begann als eine Ansammlung von skizzenhaften Darstellungen, die Macherin oder der Macher wurde von FreundInnen ermutigt, einen Instagram-Account einzurichten. Dieser hat mittlerweile über 53.000 FollowerInnen. 

Trotz einiger Drohungen fallen die meisten Reaktionen auf das Projekt sehr positiv aus: Viele Menschen hätten sich bedankt, dass das queere Leben endlich sichtbar macht wurde. "Mein Ziel ist es, Leute durch meine Kunst über die LGBTIQ-Community in Arabien aufzuklären", so die Künstlerin oder der Künstler. Die Mehrheit würde verschlossen leben, weil sie Angst hätte, ihren Lebensstil offen zu leben.

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