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Der Großteil der Österreicherinnen und Österreicher hält Kochen für sehr wichtig

Laut einer Studie kocht die Mehrheit der ÖsterreicherInnen oft und gerne selbst.

Der Großteil der Österreicher und Österreicherinnen (68 Prozent) hält Kochen für sehr wichtig und fast alle (94 Prozent) bereiten zumindest einmal in der Woche selbst eine Mahlzeit zu. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Studie zu den einheimischen Kochgewohnheiten im Auftrag des Küchengeräte-Herstellers iSi. Ein Drittel der Befragten kocht sogar jeden Tag.

Kochen sei weit mehr als reine Essenszubereitung, hieß es hinsichtlich der Angaben der 1.009 Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die im Mai befragt worden waren. Jedem Zweiten gehe es darum, "Freude zu bereiten": zu besonderen Anlässen gehört ein liebevoll gekochtes Essen für die meisten dazu. Wichtig für die Zubereitung von Speisen sind Rezepte - nur sechs Prozent kochen ganz ohne Anleitung.

Gerne werden jedoch neue, aufwendigere Rezepte ausprobiert - vor allem wenn sich Besuch ankündigt. In diesem Fall steigen die Kochambitionen der Befragten noch: Bei Besuch (60 Prozent), an Wochenenden (52 Prozent) und anderen Festivitäten (40 Prozent): Die Kochenden stehen dann nicht nur länger in der Küche, sondern machen sich auch mehr Gedanken zum Menü und bereiten zusätzliche bzw. aufwendigere Gänge vor.

Wissen, was auf den Tisch kommt

82 Prozent der Befragten kochen selbst, weil sie wissen wollen, was auf den Tisch kommt. Beliebt in den heimischen Küchen seien einfache Klassiker, vor allem Pasta, erläuterte Maria Fürnhammer-Rosskopf, Geschäftsführerin der iSi Culinary Holding GmbH. Mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher (58 Prozent) folgt keinem besonderen Ernährungsstil, daher werden relativ ausgewogen Fleischspeisen, Salate, Suppen, Reis- und Gemüsegerichte zubereitet. Einzig Pasta nimmt mit 91 Prozent eine numerische Sonderstellung auf dem heimischen Speiseplan ein. Geschmacklich führt die mediterrane Küche noch vor "neuer Hausmannskost" und exotischen Gerichten die österreichische Beliebtheitsskala an.

Obwohl hierzulande nur sieben Prozent Kochen als "Frauensache" betrachten, zeigten die Ergebnisse, dass 89 Prozent aller Frauen täglich oder mehrmals pro Woche und somit häufiger kochen als Männer (71 Prozent). Unter den täglichen Kochenden sind sogar 70 Prozent weiblich. Durchschnittlich eine halbe bis eine Stunde investieren Kochende in die Zubereitung ihrer alltäglichen Mahlzeiten. Gebacken wird in Österreichs Küchen hingegen seltener (18 Prozent).

59 Prozent gaben an, "aus Leidenschaft" zu kochen. Sie bereiten ihre Speisen generell passionierter und aufwendiger, aber auch traditioneller zu, legen größten Wert darauf, dass "mit Liebe" gekocht wird und sind überzeugt, dass "Selbstkocher" gesünder leben. In dieser Gruppe befinden sich vorwiegend Personen im Alter zwischen 30 und 39 (30 Prozent) bzw. über 50 Jahren (31 Prozent). Die Wichtigkeit des Themas Kochen unterscheidet sich auch nach Bundesland: Den Tirolern ist Kochen überdurchschnittlich wichtig (38 Prozent), die Wiener liegen im Mittelfeld (29 Prozent) und die Niederösterreicher bilden das Schlusslicht (23 Prozent).

Rat und Unterstützung in der Küche

"Koch-Routiniers" machen die Hälfte derer aus, die täglich kochen. Jüngere Köche und Köchinnen zeigten sich bei ihren Speisen zwar experimentierfreudiger, gaben sich aber in Bezug auf "richtiges Kochen" ein wenig unsicher. Sie benötigen mehr Rat und Unterstützung in der Küche und halten sich häufiger strikt an Rezepte. Von ihnen ernähren sich mehr vegan oder vegetarisch als in anderen Altersklassen. Die jüngere Generation fotografiert außerdem ihr Essen gerne bzw. teilt und postet diese Bilder dann in sozialen Medien.

"Singles" unterscheiden sich in ihrem Koch- und Essverhalten deutlich von den anderen Gruppierungen: Alleinlebende investieren unterdurchschnittlich Zeit mit der Zubereitung von Speisen. Dafür ist knapp die Hälfte (48 Prozent) von ihnen der Meinung, dass Essen unbedingt "mit Liebe" gemacht werden muss. Auf ihrer Zubereitungsliste stehen vergleichsweise weniger Fleischgerichte, Kuchen, Torten und Snacks und rund vier von zehn gaben als Koch- und Essensvorsatz an, abnehmen zu wollen.

Für die Rezeptsuche ist das klassische Kochbuch über alle Altersgruppen hinweg die Nummer Eins. Die Hälfte aller Kochenden sucht online nach passenden Rezepten. Die 30 bis 39-Jährigen nutzen bereits häufiger Online-Rezept-Plattformen als Kochbücher. Inspiration für Gerichte holen sich die meisten Kochbegeisterten im Bekannten- und Familienkreis - weitere Ideengeber sind unter anderem Restaurants, Kochmagazine und TV-Sendungen.

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