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Die sexuelle Erfahrung nützt bei der PartnerInnenwahl gar nichts

Wiener ForscherInnen haben herausgefunden, dass sexuelle Erfahrung kein Vorteil für Männchen bei der PartnerInnenwahl und beim Paarungserfolg darstellt.

Im Fachjournal " Scientific Reports" schließen die WissenschafterInnen daraus, dass bei Säugetieren selbst hochkomplexe Verhaltensweisen stärker genetisch bedingt sind als bisher angenommen.

Die WissenschafterInnen vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien untersuchten die Paarungspräferenz von weiblichen Hausmäusen (Mus musculus musculus) - auch vor dem Hintergrund, dass sexuell unerfahrene Männchen häufig Nachwuchs töten. Bei den Versuchen ließen sie die Weibchen jeweils zwischen zwei Männchen wählen. Von diesen waren entweder beide sexuell erfahren, beide sexuell unerfahren oder jeweils ein Männchen sexuell erfahren und unerfahren.

Dabei fanden sie keine Hinweise darauf, dass sexuelle Erfahrung den männlichen Paarungs- oder Fortpflanzungserfolg erhöhte. "Sexuell erfahrene Männchen paarten sich genauso häufig und zeugten nicht mehr Nachkommen als ihre jungfräulichen Konkurrenten. Außerdem verpaarten sich alle Weibchen immer mit beiden Männchen, unabhängig von deren sexuellen Erfahrungsstatus ", so Studienleiterin Kerstin Thonhauser vom Institut für Labortierkunde der Vetmeduni in einer Aussendung.

Die WissenschafterInnen schließen aus der Studie, dass "die soziale Präferenz von Weibchen kein verlässlicher Indikator für die Paarung oder den Fortpflanzungserfolg von Männchen ist. Unsere Ergebnisse zeigen, wie selbst komplexe Verhaltensweisen wie Balz und Paarung ohne Lernen oder Erfahrung voll funktionsfähig sein können - selbst bei Säugetierarten."

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