APA - Austria Presse Agentur

So werden sommerliche Erfrischungen nicht zu Hüftgold

Bei dem derzeitigen Sommerwetter suchen viele nach Abkühlung - ein Eis oder ein frisches Bier scheinen da genau das Richtige zu sein. Wer nicht aufpasst, bekommt das aber schnell beim Blick auf die Waage zu spüren. Doch wo lauern die größten Kalorienbomben?

Eis ist an heißen Tagen eine angenehme Erfrischung - aber meistens auch eine Kalorienbombe. "Speiseeis zählt zu den Süßigkeiten und die sollte man immer nur in kleinen Mengen zu sich nehmen", sagt die Ernährungsexpertin Antje Gahl. Orientierung, welches Eis besonders viele Kalorien hat, bietet oft die Bezeichnung. So gilt Eiscreme meist als fettreich, Fruchteiscreme ist schon fettärmer, und Milchspeiseeis hat wenig Fett. Nahezu fettfrei sind Fruchteis und Sorbets. Während eine große Fruchteiskugel von 75 Gramm etwa 105 Kilokalorien hat, sind es bei Wallnussoberseis 285 Kilokalorien. Erhöht wird der Kaloriengehalt bei Eis am Stiel noch durch eine Schokoladenglasur.

Ein Eiskaffee, zumal im Eissalon, ist aber nicht unbedingt eine figurfreundlichere Alternative. Demnach enthalten 250 Milliliter Eiskaffee 55 Gramm Fett und decken mit 573 Kilokalorien fast ein Drittel der empfohlenen Tagesenergiezufuhr ab.

Ebenfalls nicht ohne sind fertige Kaffeegetränke aus dem Kühlregal. Sie sind laut Gahl immer mit Zucker gesüßt. "Die sollte man nicht becherweise und auch nicht jeden Tag trinken", empfiehlt die Ernährungsexpertin. Pro 100 Gramm liefern diese Getränke zwischen 60 und 80 kcal, das macht bei einem handelsüblichen 250-Gramm-Becher also zwischen 150 und 200 kcal. An sich ist Kaffee aber kalorienfrei. Figurbewusste Menschen machen sich ihren Eiskaffee daher lieber selber. Dabei sollten sie Milch und Zucker sparsam dosieren und kein Speiseeis ins Getränk geben. Normale Eiswürfel reichen und sorgen für die nötige Kühle.

Limonaden schneiden bei der Kalorienbilanz ungünstig ab: Ein 0,2-Liter-Glas Cola ist mit 94 kcal zu veranschlagen, bei Zitronenlimonade 102 und bei Multivitaminsaft sogar 109 kcal. 200 ml gespritzter Apfelsaft enthält dagegen nur 48 kcal. Noch kalorienärmer, aber auch nicht gänzlich kalorienfrei sind sogenannte Near-Water-Getränke. Diese Mineralwässer mit Fruchtaroma können rund 30 kcal pro 0,2-Liter-Glas enthalten.

Gahls Tipp lautet daher: bei Hitze zur Erfrischung und zum Durstlöschen grundsätzlich lieber reichlich zu kalorienfreien Getränken wie Wasser und ungesüßtem Kräuter- oder Früchtetee greifen. Wenn es ein gespritzer Saft sein soll, dann gibt man zu einem Teil Saft drei Teile Wasser. Alles andere sollte auch bei großer Hitze die Ausnahme auf dem täglichen Speiseplan bleiben.

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