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Tablet-Test: Neues iPad Pro verwischt die Grenze zum Laptop

Nur zum Lesen von E-Books, Surfen im Netz oder Streamen von Filmen ist das neue iPad Pro eigentlich viel zu schade - und auch zu teuer. Mit dem neuen M1-Chip ist es zu Höherem berufen.

Das neue iPad Pro spielt nun in der gleichen Liga wie die neusten Macintosh-Modelle, zumindest was den Hauptprozessor angeht. Das Tablet ist nämlich von Apple mit dem M1-Chip ausgestattet. Der steckt auch in den neusten Ausgaben des Mac Mini, Macbook Air, Macbook Pro und im neuen 24-Zoll-iMac.

Allerdings schreckt Apple davor zurück, die Profi-Version des iPad auch mit dem Macintosh-Betriebssystem macOS auszuliefern, was nun technisch möglich wäre. Apple-Chef Tim Cook und sein Team haben sich für diese Grundsatzentscheidung vom US-Technikportal "The Verge" bereits als Feiglinge beschimpfen lassen müssen.

Im Praxistest hat sich aber nicht gezeigt, dass macOS die bessere Wahl für das neue iPad gewesen wäre. Das an die Bedienung des iPhones angelehnte iPadOS ist nach unserer Erfahrung die bessere Tablet-Oberfläche. Die Hightech-Flunder wird im Zweifelsfall besser mit dem Finger oder Eingabestift bedient und nicht mit einer Maus oder einem Trackpad.

Das iPad Pro spielt in der gleichen Liga wie die neuesten Mac-Modelle
BERLIN - DEUTSCHLAND: Zum Themendienst-Bericht von Christoph Dernbach vom 19. Mai 2021: Das neue iPad Pro spielt nun in der gleichen Liga wie die neuesten Mac-Modelle, zumindest was den Hauptprozessor angeht. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA/dpa/Zacharie Scheurer

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Flotte Datenübertragung mit Thunderbolt

An einer Stelle, nämlich der Schnittstelle nach außen, verschwimmen aber die Grenzen zwischen Laptop und Tablet. Und das ist auch gut so. Beim Vorgängermodell erwies sich der USB-C-Port etwa im Vergleich zum MacBook Pro bei der Übertragung größerer Datenmengen als Nadelöhr. Beim neuen iPad Pro können Fotografen oder Videoproduzenten über die Thunderbolt-Schnittstelle mit USB-C-Buchse auch größte Datenmengen aufs Tablet schaufeln.

Werden die Fotos oder Videos dann auf dem iPad Pro angezeigt, sieht das eindeutig besser aus als auf einem Macbook Air oder einem gewöhnlichen Windows-Laptop - insbesondere auf dem größeren 12,9-Zoll-Modell. Das helle Display arbeitet mit 120 Hertz Bildwiederholfrequenz. Es unterstützt HDR und überzeugt dabei mit einem hervorragendem Schwarzwert und einem hohen Kontrastverhältnis.

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Das erzielt Apple mit einer Hintergrundbeleuchtung aus über 10.000 Mini-LED, die einzeln geschaltet werden können. Der Liquid-Retina- XDR-Bildschirm erreicht eine Helligkeit von bis zu 1.000 Nits und bis zu 1.600 Nits in Spitze für HDR-Inhalte. Auch das sind Spitzenwerte.

Zwölf-Megapixel-Kamera auf der Rückseite machte im Test gute Figur
BERLIN - DEUTSCHLAND: Zum Themendienst-Bericht von Christoph Dernbach vom 19. Mai 2021: Die Zwölf-Megapixel-Kamera auf der Rückseite machte im Test eine gute Figur. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA/dpa/Zacharie Scheurer

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Keine Mini-LED im kleinen iPad Pro

Das kleinere 11-Zoll-Modell kommt an diese Superlative nicht heran: Das Liquid-Retina-Display ohne die Zauberbuchstaben XDR überzeugt aber mit großem P3-Farbraum sowie dem True-Tone-Feature, erreicht beim Kontrast aber nicht die Werte des großen Bruders. Die maximale Helligkeit beträgt 600 Nits.

Mit einer Software wie Lightroom von Adobe kann der M1-Chip seine Power voll ausspielen. Hier kann man Fotos im RAW-Format blitzschnell bearbeiten. Auch beim Videoschnitt mit Lumafusion gibt es quasi keine Limits mehr. Allerdings fehlt die bei vielen Youtubern und Filmprofis populäre Videobearbeitungssoftware Final Cut Pro, die Apple bislang nur für die Macintosh-Rechner anbietet. Es halten sich aber hartnäckig Gerüchte, dass zur Apple-Entwicklerkonferenz WWDC am 7. Juni eine iPad-Version von Final Cut Pro angekündigt wird.

Das neue iPad Pro ist aber nicht nur für Kreative gedacht, sondern macht auch im Büro eine gute Figur. Mit der Rechenkraft des M1-Chips kann die verbesserte Zwölf-Megapixel-Kamera bei Videocalls automatisch den Menschen im Blickwinkel folgen und den Ausschnitt anpassen. Diese Funktion nennt Apple "Center Stage".

Für den täglichen Büroeinsatz braucht es eine Tastatur

Aber zurück ins Büro: Wer ernsthaft mit dem iPad Pro arbeiten will, braucht eine richtige Tastatur. Von Apple gibt es das Magic Keyboard in Schwarz und Weiß für 339 Euro für das 11-Zoll-Gerät und 399 Euro für das 12,9-Zoll-Gerät. Wer schon ein Magic Keyboard für die Vorgängerversion besitzt, muss sich die teure Tastatur nicht erneut anschaffen. Das neue 11-Zoll-iPad hat ohnehin die gleiche Form und Größe wie das alte. Das 12,9-Zoll-iPad ist allerdings 0,5 mm dicker. Trotzdem passt die alte Hülle gerade noch.

Für den Einsatz im mobilen Office ist ebenfalls wichtig, dass das iPad Pro nun auch mit 5G-Mobilfunk bestellt werden kann. Davon profitieren Anwenderinnen und Anwender auch dann, wenn kein 5G-Netz zur Verfügung steht, denn das Gerät unterstützt bis zu 32 LTE-Bänder, mit denen auch hohe Geschwindigkeiten erzielt werden können. Das 5G-Mobilfunkmodem kostet bei beiden Geräten 170 Euro Aufschlag. Beim WLAN unterstützt das iPad Pro den Standard Wi-Fi 6 mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde.

Für den täglichen Büroeinsatz braucht es eine Tastatur
BERLIN - DEUTSCHLAND: Zum Themendienst-Bericht von Christoph Dernbach vom 19. Mai 2021: Das Richtige für Foto- und Video-Profis: Mit einer Software wie Lightroom von Adobe kann der M1-Chip seine Power voll ausspielen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++. - FOTO: APA/APA/dpa/Zacharie Scheurer

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