APA - Austria Presse Agentur

Trinkwasserfilter top gegen Blei, aber Flop wegen Keimen

Trinkwasserfilter sind lauter einer Studie der Medizinischen Universität Graz zwar gut gegen Schwermetalle, aber Krankheitserreger können sich in ihnen stark vermehren. Das teilte die Arbeiterkammer Steiermark am Freitag mit. Sie hatte die Studie in Auftrag gegeben. Untersucht wurden Spezial-Filter verschiedener Hersteller.

Positiv fiel auf, dass alle getesteten Filter zuverlässig die Schwermetalle Blei und Kupfer weitestgehend entfernten. Anders sehe es dagegen bei der Entfernung von Kalk aus: Bei der Kalkfilterung entpuppten sich praktisch alle Produkte als wenig wirksam.

Wirklich bedenklich sei allerdings der gesundheitliche Aspekt: Bei den Tests wurde nämlich "ein deutliches bis massives Bakterienwachstum" in den meisten Filtern festgestellt, so das Fazit von Franz Mascher vom Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin an der Med Uni Graz. Lediglich zwei Filterprodukte, bei denen sich die Keimmenge in Grenzen hielt, schnitten gut ab. "Das Lebensmittel Trinkwasser kommt qualitativ einwandfrei bis in die Wohnung", sagte Susanne Bauer, Leiterin der AK-Marktforschung. Aufgrund der guten Wasserqualität in Österreich empfahl Bauer daher, Filter "nur bei ausgewähltem Bedarf" einzusetzen.

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